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Altenpflege: Im Bett fixieren oder ruhigstellen muss nicht sein

Edemissen-Oelheim Altenpflege: Im Bett fixieren oder ruhigstellen muss nicht sein

Oelheim . Es ist Alltag im Umgang mit alten Menschen: Aus Sorge vor Stürzen werden sie im Bett oder im Rollstuhl festgebunden, durch Einschließen am Weglaufen gehindert oder sogar mit Medikamenten ruhiggestellt.

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Quelle: oh

„Es geht aber auch ohne diese so genannten freiheitsentziehenden Maßnahmen“, davon sind Sandra Scherneck von der Heimaufsicht des Landkreises Peine und Christina Brandes, Leiterin des DRK-Seniorenzentrums Oelheim, überzeugt.

Anstoß zum Nachdenken sei der Film „Eure Sorge fesselt mich“ vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung gewesen. Dort wird nicht nur die Problematik aufgezeigt, sondern es gibt auch viele Tipps für Alternativen.

„Die CD hat mich sehr berührt. Auch bei uns waren viele der angesprochenen Situationen Alltag und wurden gar nicht infrage gestellt. Schließlich meinen wir es ja gut und wollen Unfälle vermeiden“, sagt Brandes. Dass es auch anders geht, wird in Oelheim mittlerweile täglich deutlich. „Allerdings musste und muss ich viel Überzeugungsarbeit leisten, sowohl beim Personal als auch bei den Angehörigen unserer Bewohner“, sagt Brandes.

Manche Dinge seien recht einfach zu lösen (siehe Beispiele im Kasten), andere Situationen brauchen mehr Fantasie und auch ein wenig Experimentierfreude. Und Geduld, denn der Umstellungsprozess ist sehr langwierig und die Vorgaben von außen lassen die Umsetzung mancher Idee nicht ohne Weiteres zu. „Pro Maßnahme dauert der Prozess von der Idee bis zur Umsetzung oft Wochen“, macht Brandes deutlich. Trotz aller Schwierigkeiten ist sie aber sicher, auf dem richtigen Weg zu sein.

Unterstützung bekommt sie dabei von der Heimaufsicht. „Es gibt bereits einige Heime, die sich der Problematik annehmen. Eins davon ist Oelheim. Aber ich würde mir wünschen, dass die Bereitschaft zum Umdenken noch viel größer wird“, sagt Scherneck.

wos

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