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Alfred Grete erlebte als Soldat Ersten Weltkrieg

Plockhorst Alfred Grete erlebte als Soldat Ersten Weltkrieg

Plockhorst. In enger Zusammenarbeit mit den Ortsheimatpflegern veröffentlicht die PAZ Texte zur Geschichte der Gemeinde Edemissen. Dieser Beitrag handelt von Alfred Grete aus Plockhorst, der ebenso wie sein Bruder Hermann als Soldat am Ersten Weltkrieg teilnahm.

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Eine Aufnahmen aus dem historischen Fotoalbum: Der Plockhorster Alfred Grete ist mit einem „X“ gekennzeichnet.

Quelle: oh

Edemissen. „Vor Kurzem gab mir Hans-Jürgen Pabst ein Fotoalbum und den Militärpass seines Großvaters, auf deren Grundlage dieser Beitrag entstanden ist. Vor allem die Fotos der Ausbildung in der Artillerie vor hundert Jahren finde ich sehr spannend“, sagt Freund.

Hoferbe Hermann (23. Mai 1880 bis 8. Juni 1948) und sein jüngerer Bruder Alfred Grete (31. Oktober 1891 bis 29. November 1971) lebten auf dem Hoppen-Hof Nr. 8 in Plockhorst.

Beide leisteten Wehrdienst im kaiserlichen Heer und waren als Soldaten im Ersten Weltkrieg. Hermann Grete wurde schwer verletzt, es musste ein Unterschenkel amputiert werden. Als Kriegsinvalide konnte er den Hof seitdem nur eingeschränkt bewirtschaften. Er erhielt nach längerem Rechtsstreit erst 1922 eine geringe Invalidenrente. Da er und seine Frau kinderlos blieben, erbte die Tochter von Alfred Grete, Ilse Grete, verheiratete Pabst, den Hof.

Aus dem Militärpass von Alfred Grete geht hervor, dass er im Oktober 1910 als „zweijährig Freiwilliger“ nach einer Ausbildung als Maschinenschlosser den Dienst in der Garde Maschinengewehr Abteilung 2 in Berlin Groß Lichterfelde angetreten hat.

Während seiner militärischen Ausbildung zum Maschinengewehrschützen am Karabiner wurde er Feldbüchsenmachergehilfe. Nach Ableistung der zwei Jahre wurde er 1912 zur Reserve entlassen. „Ein professionell zusammengestelltes Fotoalbum der Dienstzeit gibt Zeugnis von der Artillerie-Ausbildung vor 100 Jahren. Einige Beispielbilder sind auf dieser Seite zu sehen“, sagt Freund.

Ins Feld gerückt ist Alfred Grete nach Ausbruch des Krieges am 15. September 1914 zum mobilen Garde-Schützen-Bataillon, mit dem er am 20. September desselben Jahres die belgische Grenze und am 23. September die französische Grenze überschritt. Alle Feldzüge sind im Militärpass akribisch aufgelistet.

Grete wurde 1915 zum Gefreiten und anschließend zum Oberjäger ernannt. Am 26. Oktober 1915 erhielt er das Eiserne Kreuz II. Klasse, nachdem er an fünf Gefechten am hart umkämpften Hartmannswillerkopf im Elsass teilgenommen hatte. Dort gibt es heute noch eine viel besuchte Gedenkstätte mit einem Nationalfriedhof und einer Krypta. Die Schützengräben der deutschen und französischen Soldaten sind noch erkennbar.

Vermutlich nach einer Verletzung wurde Alfred Grete im Februar 1917 zur Arbeitsleistung (und Erholung) für einen Monat in die Heimat zum Ersatzbataillon überwiesen. Ab März leistete er in seiner Funktion als Maschinenschlosser Arbeitsdienst in Berlin bei AEG im Rüstungsbau.

Am 16. Juni 1918 wurde Alfred Grete als dienstfähig beurteilt und zum Fußartillerie-Bataillon 84 versetzt; wie bei jeder vorangegangenen Versetzung wurde ihm gute Führung bescheinigt.

Er nahm an zahlreichen Schlachten teil und kehrte gesund nach Haus zurück. „Führung sehr gut, Strafen keine. Am 19.12.18 nach Plockhorst entlassen, Entlassungs- und Marschgeld 65,-M sind gezahlt“, ist sorgfältig im Wehrpass vermerkt.

Zurück in Plockhorst richtete sich Grete an der Bahnhofstraße eine Werkstatt ein, nach der Eheschließung wurde ein Wohnhaus angebaut und Alfred Grete legte seine Meisterprüfung als Mechaniker ab.

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