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Ackern für das Ortsbild - und eine Vesper

Edemissen Ackern für das Ortsbild - und eine Vesper

Oedesse. Mit Spachteln machen sich dieser Tage neun Kameraden der Altersabteilung der Oedesser Feuerwehr am Pumpen-Denkmal zu schaffen, später wird das Werkzeug gegen Pinsel getauscht. Doch keine Sorge, die Dorfbewohner wollen die Tiefpumpe auf Vordermann bringen - für eine Vesper und einen Kasten Bier.

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Die Mitglieder der Feuerwehr-Altersabteilung sanieren in Eigenleistung das Pumpen-Denkmal in Oedesse.

Quelle: js

„Das Denkmal liegt uns am Herzen“, sagt Herbert Erbe. Er ist Ehrenortsbrandmeister von Oedesse und „Chef“ der Altersabteilung der ansässigen Feuerwehr. „Zum letzten Mal wurde die wohl vor 30 Jahre gestrichen, auch von der Feuerwehr“, sagt er. „Da waren wir noch jung und stark.“ Die Haare der neun Helfer sind zwar mittlerweile grauer als damals, der Tatendrang ist aber noch immer groß. Und nötig.

Rost überzieht den alten Kurzhub-Tiefpumpenbock, der in der Straße „Am Walde“ steht. Wo der Rost noch nicht die Oberhand gewonnen hat, blättert vielerorts der alte, grüne Lack ab. Gebaut wurde die Öl-Pumpe der Marke Wirth & Co. Ende 1936. „Die war so heruntergekommen, da musste man ja etwas machen“, sagt Ehrenortsbrandmeister Erbe über das Denkmal, das früher wirklich einmal im Einsatz war. „Ja, da wurde richtig mit gepumpt“, bestätigt Erbe. Etwa fünf Einsatztage brauchen die Oedesser, um das Denkmal auf Vordermann zu bringen. „Den Rost und das Lose schaben wir ab. Jeder macht was in einer Ecke“, sagt Erbe. Ist das fertig, wird die Pumpe erst schwarz grundiert und dann wieder in den alten Farben gestrichen: in grün mit roten Akzenten.

Seit vergangener Woche sind die ehemaligen Feuerwehrleute im Einsatz für „ihr“ Denkmal und das Ortsbild. „Das Drumherum hatte die Gemeinde in Ordnung gebracht, da stach die Pumpe als Schandfleck heraus“, erzählt Erbe. Mehrere Mitglieder der Altersabteilung regten in der Folge an, das Pumpen-Denkmal zu sanieren. „Wenn man das machen lässt, ist das natürlich ein großer Kostenfaktor“, sagt Erbe. Also boten sich die neun Mitglieder kurzerhand selbst an. „Der Ortsrat und auch die Gemeinde fanden das gut.“ Als Unterstützung zahlt die Gemeinde Edemissen die Farbe, die gebraucht wird, damit die Ölpumpe in neuem Glanz erstrahlt. Auch der Ortsrat hat einige Euro locker gemacht. Ortsbürgermeister Karl-Heinz Randt: „Wir haben absolute Hochachtung vor dieser alten Garde. Für die Arbeit kann man gar nicht genug danken.“ Als „Lohn“ gibt es für die ehrenamtlichen Helfer von dem Ortsratsgeld „eine Vesper und einen Kasten Bier“, sagt Erbe und freut sich der Wertschätzung.

js

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