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Abbenserin arbeitet an Schützenscheiben

Abbensen Abbenserin arbeitet an Schützenscheiben

Abbensen. Hätte sie vor mehr als 14 Jahren nicht ihr Schreibwarengeschäft aufgegeben, wäre Carola Zeisbrich keine regional bekannte Künstlerin geworden. Inzwischen kann sich die Abbenserin kaum noch vor Aufträgen retten.

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Carola Zeisbrich.

Quelle: mgb

Abbensen. Derzeit arbeitet sie fleißig an den prachtvollen Schützenscheiben, die schon bald an vielen Hausfassaden im Peiner Land angebracht werden sollen.

„Meine Erfüllung habe ich im Malen gefunden“, sagt die selbstständige Künstlerin mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen. Auch jetzt, wo mehrere Schützenvereine den Auftrag gegeben haben, die königlichen Scheiben zu malen, ist Zeisbrich sichtlich zufrieden mit ihrem kreativen Beruf. „Es macht einfach Spaß, das zu tun, was man am liebsten macht. Das ist auch der Grund, weshalb ich nicht male, wenn ich schlechte Laune habe.“

In Zeisbrichs „Malinsel“ stehen derzeit neben zahlreichen Farbtöpfen, Pinseln und Kartons eine ganze Reihe an Schützenscheiben im Regal, die gerade am Trocknen sind. „Die meisten Schützenvereine aus der Region haben besondere Vorstellungen von ihren Scheiben“, erklärt die Künstlerin und führt aus: „Meist wünschen sie sich als Motiv ein Tier aus Niedersachsen, bekannte Häuser aus dem Dorf oder ihr Wappen.“ Die Junggesellschaft hingegen mag es weniger traditionell, hier musste Zeibrich schon einmal tief in die Trickkiste greifen: Auf Wunsch gestaltete sie einen Barack Obama, der genüsslich eine ordentliche Ladung Bier trinkt - „eine echte Herausforderung“.

Zu Spitzenzeiten arbeitet die Künstlerin an 13 Scheiben gleichzeitig. Viele davon fertigt sie für die regionalen Schützenvereine an, einige Auftragsgeber waren sogar aus Bayern. „Wenn die Kunden weiter weg wohnen, fotografiere ich immer den Zwischenstand meiner Arbeit“, schildert Zeisbrich. Und da sie auch weiterhin überregionale Kunden annehmen möchte, bittet sie ihre Stammkunden darum, ihre Scheiben bereits im November in Auftrag zu geben. „Vor allen Dingen, wenn der Rohling erst noch zurechtgeschnitten werden muss. Da arbeite ich mit der Tischlerei Miehe aus Uetze zusammen.“

Wenn die Schützen dann versorgt sind, kann sich Zeisbrich anderen Projekten widmen: „In erster Linie unterrichte ich, und zu Weihnachten male ich viele Auftrags-Porträts auf Leinwand.“ Erst vor Kurzem musste sie aber aus Krankheitsgründen pausieren. „Vor einiger Zeit haben Ärzte festgestellt, dass ich auf Leinwände allergisch reagiere - deshalb musste ich fast meinen gesamten Bestand zu Einkaufspreisen verkaufen“, erinnert sich Zeisbrich traurig. Mittlerweile hat sie aber Leinwände entdeckt, auf die sie nicht allergisch reagiert - und die Schützenscheiben sind ja eh aus Holz.

mgb

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