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Ab jetzt steht ein Dorfladen im Eltzer Heimatmuseum

Eltze Ab jetzt steht ein Dorfladen im Eltzer Heimatmuseum

Eltze. Heinrich Wredes Gemischtwarenladen ist längst ein Stück Eltzer Dorfgeschichte. Der Heimatverein hat ihn nun zu neuem Leben erweckt: Im Dorfmuseum stellt er die Ladeneinrichtung aus. Sie ist die neueste Errungenschaft des Museums.

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Helmut Heim (von links), Wilfried Weichbrodt und Horst Wildhagen können im Heimatmuseum Eltze ab jetzt den Besuchern einen alten Gemischtwarenladen zeigen.

Quelle: fs

Eltze. „Früher bekam man in einem Gemischtwarenladen alles - Lebensmittel, Eisenwaren, Nähseide und Schreibwaren“, erinnert sich der stellvertretende Vorsitzende Wilfried Weichbrodt. Die Kunden hätten sich nicht wie heute im Supermarkt selbst bedient, sondern seien bedient worden. Der Kaufmann bewahrte die meisten Waren in den vielen Schubläden des Tresens und der Schränke auf. Mit einer kleinen Schaufel habe er zum Beispiel Mehl, Zucker oder Graupen in eine Papiertüte gefüllt und dann auf der Ladenwaage abgewogen, berichtet Vereinschef Horst Wildhagen.

Andere Artikel wie Nägel oder Maggiwürfel wurden stückweise verkauft. Auf einem großem Glas für die Brühwürfel steht noch der Preis: Fünf Stück kosteten 20 Pfennige. Zur Ladenausstattung gehört auch ein Tank mit der Aufschrift Rüb-Öl, der alten Bezeichnung für Rapsöl. „Es wurde in Gläschen abgefüllt, die die Leute mitgebracht hatten“, erzählt Weichbrodt.

„Das Wichtigste für uns Kinder waren die kleinen Zugaben“, sagt Weichbrodt und zeigt auf zwei große Glasgefäße mit Bonbons, die auf dem Tresen stehen. Wenn Wrede gute Laune gehabt habe, habe er in eines der Gläser gegriffen und den Kindern Naschwerk geschenkt, erinnert sich der 72-Jährige.

Weichbrodt und der Museumsbeauftragte Helmut Heim haben die Ladenmöbel abgeschliffen, neu lasiert und dann in einer Ecke des Museums aufgestellt. „Wir wollten sie nicht auf neu trimmen. Das Alte soll noch zu sehen sein“, sagt der Eltzer. Über der Ladeneinrichtung haben sie das alte Firmenschild „Gemischtwaren Heinrich Wrede“ aufgehängt.

Wrede hatte den Laden an der Peiner Straße von 1921 bis 1967 geführt und dann seiner Tochter Irmgard Neurand übertragen. Sie wandelte das Geschäft in eine Quelle-Agentur um. Zum Schluss war der Laden ein Zeitschriftenhandel, ein Blumengeschäft, eine Postagentur und eine Lottoannahmestelle. Vor drei Jahren wurde er geschlossen.

fs

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