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100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs: Beitrag von Eddesserin in Broschüre

Edemissen 100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs: Beitrag von Eddesserin in Broschüre

Eddesse. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge griff die Familiengeschichte der Ortsheimatpflegerin Adelheid Schmidt auf.

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In dieser Broschüre wurde der Beitrag von Adelheid Schmidt veröffentlicht.

Quelle: oh

Über eine interessante, aber auch traurige Familiengeschichte berichtete die PAZ im November 2012. Adelheid Schmidt, Ortsheimatpflegerin von Eddesse, hatte sich rund zehn Jahre mit den Feldpostbriefen ihrer beiden gefallenen Onkel, Fritz und Otto Dettmer, beschäftigt. Die beiden Brüder starben im Ersten Weltkrieg an zwei aufeinanderfolgenden Tagen im April 1916 in Frankreich.

Nun ist diese Geschichte sogar vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in seiner Broschüre „100 Jahre Erster Weltkrieg - Gegen das Vergessen - Für gemeinsames Gedenken!“ aufgenommen worden.

„Ich habe mich intensiv mit den Briefen meiner Onkel an deren Eltern auseinandergesetzt. Sie waren noch in deutscher Schrift geschrieben, schon ein wenig ausgeblichen und von den Tränen der Mutter verwischt. „Sie zu entziffern war nicht ganz leicht“, sagt Schmidt über ihre Auseinandersetzung mit diesem Thema.

Um sie für nachfolgende Familienmitglieder aufzubewahren, tippte sie die Briefe auf dem Computer ab. Das Leid, die Verzweiflung und die bewegenden Berichte über Kälte, Durst und katastrophale hygienische Zustände berührten die Ortsheimatpflegerin sehr. Die Brüder berichteten von der Freude über Post aus der Heimat und von der Hoffnung, wieder nach Hause zu kommen. Bei dieser Arbeit entstand der Wunsch, die Gräber der Onkel zu besuchen.

„Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat uns mit detaillierten Anreisekarten und Informationen über die Friedhöfe versorgt, sodass es leicht war, auf den hervorragend gepflegten Anlagen die richtigen Grabstellen zu finden“, berichtet Schmidt. „Es war eine emotionale Zeitreise zu Verwandten, auch wenn man sie nie persönlich kennengelernt hat“, erinnert sich die Heimatpflegerin.

Auf dem Friedhof Consenvoye etwa 15 Kilometer nordwestlich von Verdun ruhen 11 148 deutsche Kriegstote, darunter der ältere der beiden Dettmer-Brüder. Auf diesem Friedhof entstand 1984 das weltbekannte Foto von Helmut Kohl und Francois Mitterrand, Hand in Hand vor den Gräbern.

Otto Dettmer, der jüngere Bruder, fand seine letzte Ruhestätte auf dem deutschen Soldatenfriedhof Harville/Meuse etwa 25 Kilometer südöstlich von Verdun. Hier schlug die Ironie des Schicksals zu: Otto hatte 1914 diesen Friedhof selbst mit angelegt.

nw

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