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17:27 05.03.2019
Der WWF fordert, dass von 2030 an kein neuer Plastikmüll in die Meere gelangt. Quelle: Christoph Sator/dpa
Berlin

Die Umweltorganisation WWF kritisiert in ihrem neuen Bericht, dass Deutschland mehr als zehn Prozent seines Plastikmülls exportiert. 2016 hätten die sieben reichsten Industrieländer demnach insgesamt 6,5 Millionen Tonnen ins Ausland abgeführt. „Die Reise dieses Plastikmülls endete hauptsächlich in südostasiatischen Ländern mit schlechtem oder keinem Abfallmanagementsystem, die Hauptquelle für den Plastikmüll in den Ozeanen sind“, teilt der WWF mit.

Das Ausmaß der weltweiten Exportströme würde verdeutlichen, dass nur eine globale Lösung helfen kann, das Problem in den Griff zu bekommen. Die Naturschutzorganisation fordert deshalb eine internationale UN-Konvention. „Deutschland als einer der größten Produzenten und Exporteure von Plastikmüll steht in der Verantwortung, sich für eine globale Konvention gegen den Eintrag von Plastikmüll in die Meere einzusetzen. Auf der anstehenden UN-Umweltkonferenz in Nairobi besteht die große Chance, dafür den Startschuss zu geben.“

Tausende Tierarten gefährdet

Auch in Deutschland ist das Ausmaß der Plastikflut erschreckend. So liegen laut dem Meeresbiologen Lars Gutow vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven zum Beispiel am Boden der Nordsee durchschnittlich 1300 Plastikobjekte pro Quadratkilometer. Der Abfall bedroht weltweit nicht nur mehr als 1500 Tierarten, sondern verursacht dem WWF zufolge einen gesamtwirtschaftlichen Schaden von jährlich etwa 13 Milliarden Euro.

Ziel: Ab 2030 kein weiterer Plastikmüll mehr in den Meeren

Der WWF fordert von den UN-Staaten, dass von 2030 an kein weiterer Plastikmüll mehr in die Meere gelangt. Derzeit sei es deutlich billiger, neues Plastik zu produzieren, als altes zu recyceln. „Das liegt zum Beispiel am Preisverfall für Öl und Gas durch US-amerikanisches Fracking und dadurch, dass die Hersteller nicht für die enormen CO2-Emissionen zahlen müssen, die in der Produktion entstehen“, heißt es von den Umweltschützern. Auch deshalb sei seit 2000 so viel Plastik in Umlauf gekommen, wie in insgesamt 50 Jahren davor. Lediglich 20 Prozent des Plastikmülls werde zum Recycling gesammelt und davon nur die Hälfte am Ende auch wiederverwertet.

Ende Februar fand ein Plastikmüll-Gipfel mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) und Vertretern von Lebensmittelkonzernen, Supermarktketten und Umweltverbänden statt. Konkrete Vereinbarungen zur Verringerung von Plastikmüll sind für Herbst 2019 angekündigt.

Lesen Sie auch: Dem Kunststoff einen Wert geben?

Von RND/Jörn Zahlmann

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