Sonnenschirme bieten keinen ausreichenden Schutz vor UV-Strahlung.
Ob am Strand, auf der Terrasse oder im Biergarten - bei wolkenlosem Himmel und Temperaturen um die 30 Grad suchen viele Menschen Schutz unter einem Sonnenschirm. Darunter ist es zwar etwas weniger warm als in der prallen Sonne, doch vor gefährlichen UV-Strahlen bietet der Schirm keinen sicheren Schutz.
Über ein Drittel - 34 Prozent - der ultravioletten Strahlen, die Hautkrebs hervorrufen können, gelange bis auf den Boden unter den Schirm, fanden Wissenschaftler der Universität Valencia in Spanien in einer Studie heraus.
Die Schirme hielten zwar die direkte Strahlung von oben auf, aber keine abgelenkten Strahlen von der Seite. Strandbesucher sollten deshalb auch unter dem Schirm zusätzlich Sonnencremes und Kleidung benutzen, um sich wirksam gegen die Sonne zu schützen.
Für die Studie legten die Forscher einen Strahlensensor unter einen 1,5 Meter hohen Sonnenschirm mit 80 Zentimeter Durchmesser. Der Schirmstoff selbst hatte nur eine Durchlässigkeit für UV-Strahlen von fünf Prozent. Die Untersuchung erschien im Fachblatt „Photochemistry and Photobiology“.
Doch auch innerhalb verschiedener Sonnenschirme kann es große Unterschiede beim Schutz vor direkten UV-Strahlen geben. In einer Untersuchung des Magazins “Öko-Test“ von 2008 zeigten zehn Sonnenschirme einen guten Schutz, vier waren mangelhaft und neun ungenügend.
afp, dpa