Auf lange Sicht würden eisige Winter, wie derzeit in Europa, Teilen Asiens und Nordamerikas immer seltener werden.
Allerdings könne es sein, dass die Erwärmung bis Mitte des Jahrzehnts aufgrund natürlicher Schwankungen im Klimageschehen vorübergehend zum Stillstand komme, sagte Latif am Freitag dem Sender HR-Info. „Nach dieser Phase könnte es sich dann um so schneller wieder erwärmen“. Auf lange Sicht würden eisige Winter, wie derzeit in Europa, Teilen Asiens und Nordamerikas immer seltener werden.
Entscheidender für das Weltklima ist nach Auskunft des Meteorologie-Experten der Universität Kiel ohnehin weniger die Wetterentwicklung in unseren Breiten als das Klima in den Tropen und die seien im Moment „außergewöhnlich warm“. Letztlich sei dies sogar der Auslöser für den derzeitigen Eiswinter im Süden der USA. „Das ist auf die warmen Temperaturen im tropischen Pazifik zurückzuführen, ein Phänomen, dass wir ’El NiñoÑ nennen“, sagte Latif. Dieses Naturereignis bewirkt eine Umkehrung normaler Strömungsverhältnisse im südlichen Pazifik, was neben klimatischen Veränderungen dort auch starke Auswirkungen auf das globale Wettergeschehen hat.
AFP