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Studium

Einlesen statt ausspannen: Das Semester richtig vorbereiten

Semesterferien sind super: Drei Monate lang ausschlafen, faulenzen und das Leben genießen! Alles könnte so schön sein - wenn da nicht das nächste Semester wäre. Denn wer jetzt im Sommer nur die Beine hochlegt, wird das im Wintersemester bereuen.
© dpa (Symbolbild)

Nach dem Semester ist vor dem Semester - in den Semesterferien haben Studenten daher keineswegs frei. Sie müssen sich rechtzeitig auf die kommenden Kurse vorbereiten. Das verlangt eine Menge Selbstdisziplin.

„Man kann nicht einfach ins Semester einsteigen und nicht wissen, was einen erwartet“, warnt Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk in Berlin. „Als Faustregel würde ich empfehlen: Einen Monat vor Beginn des Wintersemesters muss ich kristallklar vor Augen haben, welche Seminare ich besuchen muss, welche Leistungsnachweise ich erbringen muss und wie ich das alles mit meinem Leben außerhalb der Uni unter einen Hut kriege.“

Für viele Lehrveranstaltungen muss man sich inzwischen außerdem anmelden. Diese Fristen dürfen Studenten nicht verpassen - sonst würden sie im Extremfall um ein oder sogar zwei Semester zurückgeworfen, warnt Studienberaterin Christiane Mateus von der Universität München. Die Fristen sind allerdings je nach Uni und Studienfach anders.

Steht der Stundenplan, geht es ans inhaltliche Vorbereiten. Dazu müssen Studenten wissen, welche Leistungsnachweise im nächsten Semester erwartet werden. „Wer sich erst beim ersten oder zweiten Seminartermin um sein Referatsthema kümmert, muss dann am Semesterende plötzlich alle Vorträge gleichzeitig halten“, gibt Mateus zu bedenken. Dann ist der Stress programmiert.

Dabei ließen sich viele Referate und Hausarbeiten in den Semesterferien sehr gut vorbereiten, findet Doris Hildesheim vom Studierendenservice der Universität Düsseldorf. „Viele Dozenten bereiten das gesamte Semester vor und stellen ihre Planungen ins Internet. Da kann man sich sehr früh informieren, zu welchem Aspekt man ein Referat halten möchte.“ Die meisten Dozenten seien per E-Mail auch in den Ferien gut erreichbar, so dass sich Themen und Aufgabenstellung frühzeitig absprechen lassen.

Auch in die Literatur zu den Seminarthemen arbeiten sich Studenten besser schon ein bisschen ein. „Die Semesterapparate in den Bibliotheken werden meistens schon früh bereitgestellt. Und viele Materialien stellen die Dozenten auch ins Netz“, erklärt Hildesheim.

Am Ende bleibt dann eigentlich nur noch ein Problem: der innere Schweinehund. Bei perfektem Freibadwetter und ohne feste Termine jeden Tag acht Stunden lang am Schreibtisch zu sitzen und zu büffeln, ist nunmal nicht der Traum jedes Studenten. „Oft ist es hilfreich, wenn man sich eine Zeittabelle macht. Dort kann man eintragen, was man wann arbeiten will und wann man sich freie Zeit nimmt“, rät Mateus. Auch ein fester Rhythmus ist hilfreich - so könnten Studenten zum Beispiel jeden Morgen um 10.00 Uhr mit dem Arbeiten anfangen.

Eines sollte man trotz der perfekten Semester-Vorbereitung auf keinen Fall vergessen: den Urlaub. „Mindestens ein Monat ohne Uni muss sein. Einmal den Kopf auslüften, einmal nicht an die Uni denken“, empfiehlt Grob. „Früher war es das Klischee, dass Studenten faul sind. Heute muss man sie zur Faulheit prügeln.“

dpa


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