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Nachrichten Wissen Stiftung Warentest warnt vor Borsäure in Spielschleim
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17:21 22.10.2018
Knetschleim kann gefährlich sein. Quelle: iStockphoto
Hannover

Kinder lieben ihn, den knallbunten schimmernden Spielglibber. Für seine typische, schleimig-zähe Konsistenz sorgt Borsäure. Diese Chemikalie kann aber in höheren Konzentrationen zu unschönen Nebenwirkungen wie Durchfall, Krämpfe und Erbrechen führen. Eine Stichprobe der Stiftung Warentest zeigte nun: Hersteller des Spielschleims verwenden in der Tat oft zu viel davon. Bei allen getesteten Produkten wurde der Grenzwert überschritten – zum Teil um das Dreifache.

Bei der Laboranalyse gaben von fünf grünen Schleimprodukten, die die Tester untersuchten, allesamt mehr Borsäure ab, als erlaubt gewesen wäre. So hätten diese laut Stiftung Warentest gar nicht verkauft werden dürfen. Wenn Kinder mit den sogenannten Slimern spielen, kommen sie vor allem über die Haut mit der Chemikalie in Kontakt. Bei einigen Produkten sorgt die Verpackung für ein zusätzliches Risiko. Ein Hersteller bietet sein Produkt in einer Art Getränkedose an, ein anderer liefert Strohhalme zum Spielen mit: Fälle, in denen der Kontakt mit dem Mund und auch das Verschlucken des Glibberspielzeugs nicht auszuschließen sind.

Einige Schleime dreifach über Grenzwert

Tierversuche zeigten, dass Borsäure auch die Fruchtbarkeit und die embryonale Entwicklung beeinträchtigen können. Flüssige und haftende Kinderspielzeuge dürfen daher in der EU maximal 300 Milligramm Bor pro Kilogramm freisetzen. Innerhalb dieses Grenzwertes blieb keiner der Schleime, den die Tester über Amazon Marketplace bestellt haben. Die Spielschleime von Vikilulu, Jim’s Store und iBase Toy gaben sogar mehr als das Dreifache an Bor ab, wie die Tester schreiben. Verkehrsfähig sei zudem keines der Produkte, die nach Angaben von Amazon gegenüber der „test“-Redaktion mittlerweile nicht mehr auf der Plattform erhältlich sind.

Neu ist das Problem im Übrigen nicht: Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnte 2004 vor borsäurehaltiger „Hüpfknete“, und auch die Warnung vor Slimes tauchte 1995 schon einmal auf. Geändert hat das anscheinend nichts: Im August musste Tedi den „Dinosaurier“-Knetschleim des Anbieters Out of the Blue vom Markt nehmen. Verbraucherschutzorganisationen in Italien, Großbritannien und Spanien fanden ebenfalls zu viel Bor in 16 von 33 untersuchten Slimes. Davon gehe zwar keine akute Gefahr aus; dennoch empfiehlt Stiftung Warentest, Kinder nicht damit spielen zu lassen.

Alternativer Knetschleim aus Marshmallows

Alternativ können Eltern einen „süßen, aber sicheren“ Knetschleim auch selbst herstellen – aus Marshmallows ist der sogar essbar. Dafür erhitzt man 180 Gramm Marshmallows abgedeckt in der Mikrowelle so oft für 30 Sekunden, bis sie flüssig sind. Um die klebrige Masse zu bearbeiten, ist es ratsam, die Hände mit Mehl zu bestäuben. Davon kommt nun so viel hinein, bis der Marshmallow-Matsch nicht mehr klebt, sondern sich zu zähen Strängen formen und kneten lässt. Abschließend kann er mit Lebensmittelfarben und -dekoration verziert werden. In Frischhaltefolie verpackt bleibt der essbare Knetschleim dann auch einige Tage fluffig.

Von Isabelle Breitbach

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