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Wissen So weit fliegen Keime von kranken Mitreisenden
Nachrichten Wissen So weit fliegen Keime von kranken Mitreisenden
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23:05 21.03.2018
Ruhig bleiben: Nur wer nah dran ist, wird von Keimtröpfchen erwischt. Quelle: dpa
Hannover

Sie kennen das: Gerade hat man sich im Flugzeug durch die Sitzreihen gezwängt, das Handgepäck in das schon überfüllte Fach gepresst und den Sicherheitsgurt eingeklinkt, da niest und schnäuzt der Mitreisende auf dem Platz vor einem los. Man spürt förmlich, wie die Keimtröpfchen auf einen niederregnen und die Nase anfängt zu kribbeln.

Alles nur eine Phobie eingebildeter Kranker und gesundheitsfanatischer Hypochonder? Oder ist die Ansteckungsgefahr in öffentlichen Verkehrsmitteln tatsächlich besonders hoch? US-Forscher der Emory-Universität Atlanta haben sich der Frage angenommen, wie groß die Infektionszone um einen kranken Reisenden tatsächlich ist.

Untersucht wurde mithilfe eines Computermodells, und das aktuelle Ergebnis kann zumindest die besonders Ängstlichen beruhigen: Infektionsgefahr besteht nur in den Sitzreihen vor und hinter dem Erkrankten sowie bis zu zwei Sitze rechts und links nebenan.

Ähnliche Ergebnisse für Bus und Bahn?

Allerdings gibt es Ausnahmen. Untersucht wurden von den Forschern nur kurze US-Inlandsflüge. Bei Langstreckenflügen könnten ganz andere Ergebnisse ermittelt werden, sagen sie. Zudem gibt es noch das Ansteckungsrisiko durch erkrankte Stewardessen. Hier, wen wundert es, schützen die vom Mittelgang weit entfernten Fensterplätze am besten davor, nicht nur ein Getränk, sondern auch noch eine Grippe serviert zu bekommen.

Die Forscher in Atlanta waren zudem überrascht zu erfahren, dass die Infektionsgefahr in öffentlichen Verkehrsmitteln so gut wie nicht erforscht ist. In Bussen und Bahnen dürften die Ergebnisse wohl ähnlich ausfallen – dort hat man, anders als im Flugzeug, wenigstens die Möglichkeit, den Platz zu wechseln.

In Asien finden etliche Reisende übrigens nichts dabei, einen Mundschutz zu tragen. Hierzulande würden die Blicke der Mitpassagiere wohl verraten, dass sie den Träger für einen hysterischen Kauz halten. Vielleicht ist die Missbilligung aber leichter zu ertragen als einige Tage mit Fieber und Husten im Bett.

Von RND/Alexander Dahl

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