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13:29 02.10.2018
Die Nobelpreisträger für Physik 2018, Arthur Ashkin,Gérard Mourou und Donna Strickland sind auf einem Bildschirm während der Verkündung in der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften zu sehen. Quelle: Ye Pingfan/XinHua/dpa
Stockholm

Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr jeweils zur Hälfte an Arthur Ashkin (USA) sowie an Gérard Mourou (Frankreich) und Donna Strickland (Kanada) für ihre bahnbrechenden Erfindungen in der Laserphysik. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag in Stockholm mit. Die höchste Auszeichnung für Physiker ist mit umgerechnet etwa 870 000 Euro (9 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert.

Ashkin stellt Weltrekord auf

Ashkin (geboren 1922) hat es mit 96 Jahren noch zu einem Weltrekord gebracht. Nach Angaben der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften ist der Physiknobelpreisträger 2018 der älteste Mensch, dem je ein Nobelpreis zuerkannt wurde. Bisheriger Rekordhalter war Raymond Davis jr. der 2002 ebenfalls mit Physiknobelpreis ausgezeichnet wurde. Er war damals 88.

Er hat mit Optischen Pinzetten hochpräzise Werkzeuge für die Wissenschaft entwickelt. Deren „Finger aus Laserstrahlen“ können Partikel, Atome oder Moleküle greifen. Selbst Viren, Bakterien und andere lebende Objekte können damit festgehalten und untersucht werden – ohne dass sie dabei Schaden nehmen. In vielen Laboren würden heute solche Laserpinzetten eingesetzt, um biologische Phänomene zu untersuchen, etwa Proteine, molekulare Motoren, DNA oder das Innenleben von Zellen, heißt es in der Begründung des Nobelkomitees. Sie eröffneten neue Möglichkeiten, die Maschinerie des Lebens zu beobachten und zu kontrollieren.

Strickland ist erst die dritte Physik-Nobelpreisträgerin

Mourou (geboren 1944) und Strickland (geboren 1959) entwickelten in den 1980er Jahren ein Verfahren, Laserpulse zu verkürzen und zu verstärken. Diese sogenannte Verstärkung gechirpter Pulse (Chirped Pulse Amplification) wird inzwischen nicht nur in der Forschung eingesetzt, sondern auch in der Medizin, etwa bei Augenoperationen.

Der Physik-Nobelpreis wird seit 1901 vergeben. Die erste Auszeichnung erhielt der deutsche Physiker Wilhelm Conrad Röntgen für die Entdeckung der „X-Strahlen“, der später nach ihm benannten Röntgenstrahlen. Die Preisträger der vergangenen zehn Jahre waren:

Strickland ist erst die dritte Frau, die mit einem Physik-Nobelpreis ausgezeichnet wird. „Zuerst muss man denken: Das ist verrückt“, so die erste Reaktion der Kanadierin. Vor Strickland hatten Marie Curie (1903) und Maria Goeppert Mayer (1963) einen Physik-Nobelpreis erhalten. Letztere war 1906 im damals deutschen Kattowitz geboren worden und später in die USA ausgewandert.

Nachweis von Gravitationswellen

Im vergangenen Jahr waren der in Berlin geborene Rainer Weiss sowie Kip Thorne und Barry Barish für den Nachweis von Gravitationswellen im All mit dem Preis geehrt worden. Den Nobelpreis für Medizin 2018 hatten die beiden Krebsforscher James P. Allison und Tasuku Hinjo erhalten. Sie hatten entdeckt, dass bestimmte Proteine als eine Art Bremse auf das Immunsystem wirken und es von der Bekämpfung von Tumorzellen abhalten – und Methoden dafür entwickelt, diese Bremse zu lösen.

Am Mittwoch werden die Träger des Chemie-Nobelpreises verkündet. Die feierliche Überreichung der Auszeichnungen findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.

Von dpa/AP/RND

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