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Nachrichten Wissen Kürbis küsst Risotto und Porridge
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10:41 27.09.2018
Risotto mit Kürbis und Granatäpfeln. Quelle: privat
Hannover

Die Kürbiszeit hat wieder begonnen! Ich persönlich liebe Kürbis, ob als Kürbissuppe, Kürbiskuchen oder gefüllten Ofenkürbis – ein Traum. Kürbis passt einfach zu allem und ist sowohl süß als auch herzhaft köstlich. Also warum nicht einfach süß und herzhaft kombinieren?

Für Aylin Ackermann steht der Herbst für Kuschelpullis, Kaminfeuer und buntes Laub – aber eben auch für Kürbisgerichte in all ihren Variationen. Die 22-jährige Stuttgarterin probiert dabei gern außergewöhnliche und neue Kombinationen aus und präsentiert die Ergebnisse auf ihrem Food-und-Lifstyle-Blog Boomshalalaa.com. So simpel die Rezepte auch sind, irgendein Gewürz oder irgendeine Frucht (in diesem Fall Zimt und Granatapfel) sorgt am Ende für das nötige Quäntchen Pep auf dem Teller. Ackermanns Fokus liegt hierbei grundsätzlich auf ausgewogener Ernährung, denn damit fühle sie sich „ganz automatisch fit, glücklich und lebensfroh“. Quelle: privat

So geht’s

Zuerst das Risotto zubereiten. Dazu die Schalotten fein hacken und in Öl anschwitzen. Den Reis hinzufügen und kurz mitdünsten lassen. Mit Weißwein ablöschen, diesen einkochen lassen und etwas salzen. Nach und nach unter stetigem Rühren den Gemüsefond dazugießen und den Reis al dente garen. In der Zwischenzeit den Kürbis waschen, entkernen und in Würfel schneiden. In eine Schüssel geben und mit dem Zimt, Muskat, Zucker und Öl gut vermengen. Danach den Kürbis auf ein mit Backpapier ausgelegtes Bachblech geben und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad 15 bis 20 Minuten backen. Das fertige Risotto mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen, ein paar Minuten ruhen lassen und danach eventuell nochmals nachsalzen. Den gewaschenen Babyspinat sowie einen Teil der gebackenen Kürbiswürfel unter das Risotto rühren. Den Rest der Kürbiswürfel nach dem Anrichten darübergeben. Zum Schluss den Granatapfel entkernen, die Petersilie fein hacken und das Risotto nach dem Anrichten damit garnieren.

Das wird für vier Portionen gebraucht: Risotto: 300 g Risottoreis, 2 Schalotten, 2 Knoblauchzehen, Pflanzenöl zum Anbraten, 200 ml Weißwein, 1 Liter Gemüsefond, Salz, Pfeffer, 100 g Babyspinat; ofengerösteter Kürbis: 1 kleiner Hokkaidokürbis, 1 EL Pflanzenöl, 1/2 TL Zimt, 1 TL Zucker, 1 Prise Muskatnuss; Garnieren: Granatapfel, etwas Petersilie.

Risotto mit Hokkaidokürbis und Riesengarnelen Quelle: privat

Heute wird ein Familiengeheimnis verraten: das Rezept für das weltbeste Risotto. Das gibt es bei uns nur zweimal im Jahr – zur Spargelzeit (als Spargelrisotto) und im Herbst mit Kürbis. Es zergeht auf der Zunge, hat aber noch genauso viel Biss, wie es haben muss.

Für Beatrix Creutzburg ist Kürbis das Herbstgemüse schlechthin – ob aus dem Suppentopf, aus dem Ofen oder aus der Pfanne. Auf ihrem Blog lifify.de bloggt die 48-Jährige über alles, was Frauen mitten im Leben bewegt: Beauty, Fitness, Ernährung. Ihr Motto „Lebe lieber einfach gut“ nimmt Creutzburg, die sich kürzlich als digitale Beraterin selbstständig gemacht hat, auch am Herd wörtlich: Sonntags oder wenn Gäste kommen, nimmt sie sich Zeit für ein Kürbisrisotto. Gute Zutaten, schrittweise Zubereitung und Geduld seien dabei das A und O, sagt sie. Derweil stehen alle gemeinsam in der Küche, plaudern und trinken Wein. Klingt nach Genuss pur! Quelle: privat

So geht’s

Für die Gemüsebrühe das Suppengrün putzen, den Kohlrabi und die Zwiebel schälen. Alles in größere Stücke schneiden und mit etwa eineinhalb Litern Wasser aufgießen. Das Lorbeerblatt und reichlich Salz dazugeben. Es muss kräftig gewürzt sein, aber nicht versalzen. Rund 20 Minuten kochen lassen. Den Kürbis waschen und halbieren, die Kerne mit einem Löffel entfernen. Mit Schale in kleine Würfel schneiden. Die Garnelen von den Schalen befreien. Den Knoblauch schälen und durch eine Knoblauchpresse drücken. In einer Schüssel den Knoblauch und Zitronensaft einer halben Zitrone mit den Garnelen mischen und etwas Salz und Pfeffer dazugeben. Frischen Parmesan reiben.

Die Schalotte und die Knoblauchzehe fein würfeln. Olivenöl und Butter in einen großen Topf geben, denn Risotto braucht Platz. Die Schalotte und den Knoblauch dazugeben und anschwitzen. Dann den Kürbis dazugeben, kurz danach den Arborio-Reis dazugeben und weiter mit anschwitzen lassen, bis er glasig ist. Arborio-Reis ist eine Sorte, die nach einem Ort in Italien benannt ist und sich besonders gut für Risotto eignet. Das Ganze dann mit dem Weißwein ablöschen. Wenn der Weißwein verkocht ist, kellenweise mit heißer Brühe aufgießen. Wichtig ist ständiges Rühren und nicht zu viel Flüssigkeit auf einmal. Der Reis muss stets knapp bedeckt sein. Das Nachgießen etwa alle 20 Minuten wiederholen, bis der Reis gar ist. Er muss cremig, aber noch etwas bissfest sein. Zum Schluss, wenn nötig, mit etwas Pfeffer und Salz abschmecken und den Parmesan unterheben. Die Garnelen kurz und heiß in der Pfanne braten. Das Risotto auf dem Teller anrichten, mit etwas fein gehobeltem Parmesan bestreuen und die Garnelen daraufgeben. Genüsslich und langsam verspeisen.

Das wird für vier Portionen gebraucht: Gemüsebrühe: 1 bis 2 Bund Suppengrün (Knollensellerie, Porree, Möhren), 1 Kohlrabi, 1 Zwiebel, 1 Lorbeerblatt, Salz; Risotto: 350 g Arborio-Reis, 1 Schalotte, 1 Knoblauchzehe, Olivenöl, 1 EL Butter, 100 ml Weißwein, 8 EL frisch geriebener Parmesan, 1/2 kleinen Hokkaidokürbis; Garnelen: 20 Riesengarnelen, 1 Knoblauchzehe, 1 Zitrone

Kürbis küsst Porridge Quelle: Leah Bethmann

Wenn ich an einem Herbstmorgen aufstehe, dann möchte ich Farbe in der Schüssel und etwas Warmes, das davon ablenkt, dass ich mich gleich draußen durch die Kälte kämpfen muss – zum Beispiel dieser Porridge mit Karotten, Zimt und Walnüssen.

Für Leah Bethmann ist Kürbis mehr als nur ein Gemüse. Bei ihr kommt er gern auch zum Kaffeekränzchen oder Frühstück auf den Tisch – etwa In Form von Muffins oder einer Schale Haferbrei (siehe Rezept). Ihre Leidenschaften sind die Fotografie und das Kochen, beides vereint sie auf ihrem Blog nowmatterhow.de, den sie bereits im zarten Alter von 13 Jahren gründete. Inzwischen ist Leah Bethmann 18 und lässt sich in Düsseldorf zur Food-Fotografin ausbilden. Um Essen gekonnt in Szene zu setzen, setzt sie auf frische Zutaten und schlichte Arrangements: „Der Hintergrund sollte dem Essen nicht die Show stehlen und nicht mit Requisiten überladen werden.“ Quelle: Da BeDa Be

So geht’s

Den Kürbis vom Kerngehäuse befreien, die Möhren schälen und beides in Würfel schneiden. In einem Topf das gewürfelte Gemüse mit reichlich Wasser zum Kochen bringen und etwa 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis alles weich ist. Das Wasser abgießen, ein paar gekochte Stücke Kürbis abnehmen und an die Seite stellen. Das übrige Gemüse mit einer Gabel zu einem feinen Brei zerdrücken.

Etwas Butter in einen Topf geben und schmelzen lassen. Die Haferflocken hinzugeben und leicht rösten. Pflanzenmilch, zum Beispiel Hafermilch, unterrühren. Den Kürbisbrei zu den Haferflocken geben und ein paar Minuten köcheln lassen, bis der Porridge cremig wird. Den Ahornsirup je nach gewünschter Süße unterrühren. Porridge vom Herd nehmen, mit einer Prise Salz, etwas frisch geriebener Muskatnuss, Zimt und gemahlenem Ingwer würzen. Die Walnüsse knacken und die Kerne kurz anrösten. Den Kürbisporridge zusammen mit den Walnüssen und dem zur Seite gestellten Kürbis servieren. Nach Belieben noch etwas Ahornsirup und Pflanzenmilch hinzugeben.

Das wird für zwei Portionen gebraucht: 450 g Hokkaidokürbis, 2 bis 3 Möhren, 200 g feine Haferflocken, 400 ml Pflanzenmilch, 8 Walnüsse, 3 bis 4 EL Ahornsirup, etwas Butter, eine Prise frisch gemahlene Muskatnuss, eine Prise Salz, 2 TL Zimt, 1 TL gemahlener Ingwer

Von Aylin Ackermann, Beatrix Creutzburg und Leah Bethmann

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