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08:01 24.03.2018
Regelmäßig schildert Paartherapeut Christian Hemschemeier an dieser Stelle Fälle aus seiner Praxis. Quelle: gpt
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Hannover

Es ist eines der häufigsten Themen jenseits von „klassischer“ Paartherapie, aufgrund dessen Klienten mit mir Kontakt aufnehmen – mit sehr hohem Leidensdruck in der Regel.

Dieses Beziehungsmuster verläuft immer wieder in den gleichen Phasen – wobei ein Durchgang der Phasen von Stunden bis zu Monaten dauern kann. Nach einer schönen Startphase versucht ein Partner, den Kontakt oder die Beziehung weiter zu intensivieren. Der unbeständige Partner wird daraufhin unerwartet kühl, unklar, zeigt gemischte Signale, ist sich nicht sicher, wie es weitergehen soll. Der andere probiert es eine Zeit lang weiter und zieht sich dann irgendwann enttäuscht zurück beziehungsweise plant, den Partner zu verlassen – weil beim anderen offenbar kein Wille mehr da ist.

Plötzliche Emotionen in der „heißen“ Phase

Kaum geschieht das, kommt es in die nächste „heiße“ Phase, in der plötzlich die Emotionen wieder zu erwachen scheinen und mehr Nähe (wieder) versprochen wird. Alles scheint wieder gut zu sein. Kaum ist die Beziehung wieder gefestigt, folgt aber schon die nächste Eiszeit. Die „heißen“ Phasen sind dabei wesentlich kürzer als die „kühlen“.

Wenn die Vergangenheit das Jetzt beeinflusst

Warum hat jemand dieses Muster? Zum einen geht es oft darum, sich zu schützen. Vielleicht hat dieser Jemand selbst schwierige Dinge in der Vergangenheit oder Kindheit erlebt, bei denen es viele Verletzungen gab. Man möchte vielleicht wieder Nähe zulassen, hat aber gleichzeitig panische Angst davor. Es ist der Versuch zu lieben, ohne das Risiko des Liebens einzugehen. In anderen Fällen gibt es vielleicht einen äußeren Einfluss, den man nicht kennt. Dies könnte ein Ex-Partner sein, der noch im Spiel ist, oder stark schwankende Gefühle, weil zum Beispiel die letzte Trennung noch ganz frisch ist.

Das Spiel zwischen Nähe und Distanz

Im ungünstigsten Fall will der „Wackelkandidat“ gar keinen wirklich engen Kontakt. Er möchte aber weiter die Aufmerksamkeit des anderen genießen und hält ihn deswegen in der „Umlaufbahn“. Zuletzt gibt es auch manche Partner, die dieses „Spiel“ vielleicht auch bewusst im Sinne des Sprichworts „mach dich rar und sei ein Star“ betreiben – was überhaupt keine gute Idee ist.

Die Wirkung ist auf den Empfänger meist verheerend. Wenn man sowieso schon verunsichert oder verlustängstlich ist, gehen diese Emotionen nun durch die Decke. Unser Gehirn reagiert sehr stark auf diese sogenannte intermittierende Verstärkung. Mal bekommt man den „Jackpot“, ganz oft aber geht man leer aus, was echte Nähe angeht. Je schneller die Heiß-kalt-Wechsel sind, umso mehr macht das Ganze regelrecht süchtig.

Wie geht man nun damit um?

Nun, der erste Schritt ist immer, ein Gespräch darüber zu führen und die Situation direkt anzusprechen. Oft bekommt man dann schon ein Gefühl dafür, wo es haken könnte. Wenn man (noch) nicht so stark gefühlsmäßig involviert ist, kann man das Ganze etwas aus der Ferne beobachten. Falls man schon weit drin hängt, ist es um jeden Preis wichtig, Abstand zu bekommen – und gegebenenfalls sein Herz zu schützen.

Wenn sich das Muster jedoch nicht ändert, ist es oft gesünder, bei der Partnerschaftssuche weiterzuschauen. Wenn man mehrere Zyklen durchlaufen hat, sollte man sich vielleicht besser eingestehen, dass man selbst keinen wirklichen Einfluss auf diesen Heiß-kalt-Ablauf hat und sein Ziel wohl nie erreichen wird. Man sollte als Empfänger des Musters dieses aber keinesfalls persönlich nehmen oder sich durch das Verhalten des anderen zu sehr infrage stellen.

In der Datingphase erkennt man übrigens die Anfänge von heiß-kalt schon durch sogenannte „Vielleicht“-Dates. Deshalb ist es so wichtig sich nur auf definitiv festgelegte Treffen einzulassen.

Von Christian Hemschemeier/RND

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