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17:01 19.07.2018
Digitale Überwachungstechnik für das Eigenheim ist in Baumärkten stark nachgefragt. Quelle: iStockphoto
Hannover

Die Zeiten von Hammer, Zange und Wasserwaage sind zwar noch nicht vorbei. Doch wer heute in einen Baumarkt geht, findet neben solchen Klassikern längst auch ein großes Angebot an Smart-Home-Produkten. Ob Rolladensteuerung oder Dimmschalter, ob Mähroboter oder Innenkamera: Immer mehr Produkte, die das Zuhause komfortabler und sicherer machen sollen, gibt es auch dort.

Artikel zur smarten Beleuchtung verkaufen sich in allen Baumärkten gut. Bei Hornbach zählt dieses „Starter Set“ von Philips zu den Hits. Quelle: Handout

„Vor etwa fünf Jahren ging das los“, sagt Florian Preuß, Sprecher der Hornbach-Märkte. Und: „Die Nachfrage steigt kontinuierlich, Jahr für Jahr. Der Trend ist ungebrochen, und das dürfte nach unserer Einschätzung anhalten.“ Ähnlich sieht es bei den Toom Baumärkten aus. Smart-Home-Produkte seien „sehr relevant“, erläutert Sprecherin Melanie Goeres. Hunderte von „smarten“ Produkten haben manche Märkte bereits im Sortiment. Die Hits bei Obi sind Bewässerungscomputer für den Garten und Sensoren für Fenster und Türen, die veranlassen, dass der Heizkörper automatisch heruntergeregelt wird, wenn ein Fenster offen steht. Und sie lösen Alarm aus, falls Fenster oder Türen geöffnet werden, obwohl der Hausbesitzer nicht zu Hause ist.

Starke Nachfrage bei smarter Haussicherheit

Insgesamt ist der Bereich vielversprechend. Laut neuer Untersuchungen ist das Wachstumspotenzial bei smarten Produkten enorm. Die repräsentativen Studie „Wohnen und Leben 2018“ der Creditplus Bank belegt, dass bislang gerade mal 4 bis 9 Prozent der Deutschen tatsächlich in vernetzte Küchengeräte, Heizungen und Lichtschalter investieren. Interesse an der Technik, die automatisiert Komfort und Sicherheit bietet, bekunden aber weit mehr der Befragten.

Sicherheit wird großgeschrieben: Sensoren für Fenster und Türen gehören zum Beispiel bei den Obi-Märkten zurzeit zu den Rennern. Quelle: Handout

Wer kauft, interessiert sich vor allem für Produkte, die Überwachung und Sicherheit garantieren sollen, heißt es bei Toom. Bei Bauhaus laufen etwa Funkalarmanlagen gut. Und auch bei Hornbach wird, so Sprecher Preuß, „smarte Haussicherheit von Kunden stark nachgefragt“. Smartes Energiemanagement – etwa zur Optimierung der Heizkosten – sei ebenfalls wichtig. Dazu kämen Produkte wie automatische Gartenbewässerung oder Hausroboter und alles, das „ein Plus an Fürsorge ermögliche“ wie Hauskameras.

Intensive Schulungen zum smarten Sortiment

Vor fünf Jahren seien zahlreiche Produkte noch in einer „Special-Interest-Nische“ gewesen (Preuß), heute seien sie massentauglich und würden von breiten Kundengruppen nachgefragt. Die Käufer, so der Unternehmenssprecher, hätten allerdings gerade in diesem Bereich ein großes Informationsbedürfnis.

Das dient auch der Sicherheit und wird viel nachgefragt: Smarte Türklingel von Ring – mit Information per App, wenn jemand vor der Haustür steht. Quelle: Handout

Rund der Hälfte der Deutschen, so eine Untersuchung der Einkaufsgenossenschaft Euronics, sind im Smart-Home-Sektor Beratung und der Service bei defekten Geräten wichtig. Gekauft wird dementsprechend nicht nur online. Kein Wunder also, dass zum Beispiel Hornbach die Mitarbeiter zum smarten Sortiment intensiv schult. Und nahezu alle großen Märkte sind auf ihren Websites sichtlich bemüht, auch weniger digitalaffinen Kunden Produkte und Anwendung zu erklären. Da geht es auch um Grundlegendes – etwa „Was ist ein Gateway?“ und „Kann ich von überall auf mein Smart Home zugreifen?“

Viele Systeme sind untereinander nicht kompatibel

Digitalaffinen Menschen mag das vorsintflutlich erscheinen, doch vielen (potenziellen) Kunden, älteren zumal, kommt das entgegen. Gerade auch, weil sich zahlreiche Interessenten von den Angeboten verschiedenster Hersteller überfordert fühlen können. Es sei eine große Herausforderung, „dass es bisher keinen einheitlichen Standard gibt, sondern jeder Hersteller sein eigenes System anbietet und diese nicht untereinander kompatibel sind“, sagt Melanie Goeres von Toom: „Für Kunden ist das oftmals schwer nachzuvollziehen und wird daher noch nicht vollständig akzeptiert.“

Bewässerungscomputer, die etwa Bodenfeuchtigkeit und Lichtintensität messen und diese Daten weiterleiten, verkaufen sich im Moment sehr gut. Quelle: Handout

Hornbach bringt jetzt ein eigenes System auf den Markt, mit dem eine Vielzahl der Produkte integriert und mit einer zentralen App gesteuert wird. Das Gateway (79,99 Euro) wird über eine App für iOS und Android gesteuert, die man kostenlos im App oder im Play Store herunterladen kann. Zudem schnürt das Unternehmen Pakete: Man kann smarte Produkte kaufen und gleich einen Installationsservice dazubuchen.

Von Martina Sulner

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