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18:55 24.01.2019
Im Winter müssen Sie Ihre Tiere gut vor der Kälte schützen. Quelle: pixabay.com
Hannover

Bei eisigen Minustemperaturen sorgen sich Tierhalter besonders um ihre Hunde, Katzen, Kaninchen und Co.. Denn genauso wie Menschen, können auch die Vierbeiner in der dunklen Jahreszeit frieren. Obwohl viele (Haus-)tiere grundsätzlich gut auf den Winter vorbereitet sind, muss man zum Schutz vor der Kälte einiges beachten. „Wie sehr man Tiere vor niedrigen Temperaturen schützen muss, hängt vor allem von der Dicke des Fells ab“, erklärt Tierärztin Astrid Behr vom Bundesverband praktizierender Tierärzte e.V. in Frankfurt.

Und so schützen Sie Ihre Tiere draußen vor der Kälte:

Hunde: Fell und Pfoten auf die Kälte vorbereiten

Im Winter wollen Hunde lieber kürzer Gassi gehen. Wenn Sie merken, dass Ihr Hund immer nach gewisser Zeit im Freien friert, legen Sie lieber mehrere kurze Spaziergänge, als wenige lange ein. „Draußen sollten die Tiere stets in Bewegung bleiben und auf keinen Fall in der Kälte angebunden werden“, rät Behr. Spätestens wenn Hunde zittern, sollten sie lieber ins Warme gebracht werden. Das Fell und die Pfoten können Sie vor der Gassi-Runde gezielt schützen:

Fell: Bei Eiskälte hat der beste Freund des Menschen einen Vorteil: Viele Hundearten haben ein dickes Fell und sind so von Natur aus schon gut gewappnet für die Kälte. Leider trifft das aber nicht für Hunde mit dünnem Fell zu: „Bei Kurzhaarhunden empfehlen sich Pullover und Mantel, weil sie in der Regel schnell frieren“, sagt Expertin Behr. Die Bekleidung sollte jedoch optimal passen, damit die Tiere nicht in ihrer Bewegung eingeschränkt sind.

Pfoten: Hunde sollten vor allem vor Streusalz geschützt werden, da es die Pfoten austrocknet und rissig macht. Deshalb machen Sie beim Gassi gehen am besten einen Bogen um bestreute Wege. „Wenn es sich nicht vermeiden lässt, können Sie die Pfoten vorher mit Melkfett oder Vaseline sanft einreiben und nach dem Spaziergang mit lauwarmem Wasser abwaschen“, rät die Tierärztin.

„Zudem können sich an den Pfoten Schneeklumpen anhaften, so dass Hunde Probleme beim Laufen haben.“ Kontrollieren Sie am besten also auch während des Spaziergangs regelmäßig die Pfoten, um Klumpen zu erkennen und zu entfernen. Bei verwundeten Pfoten helfen Winterschuhe- und Socken, um weitere Verletzungen zu vermeiden.

Vorsicht vor Schnee: Viele Hunde spielen nicht nur gerne im Schnee, sondern essen ihn auch. Davor warnt Behr jedoch: „Im Schnee verstrecken sich manchmal Krankheitserreger und Streusalz.“ Als Resultat haben Hunde häufig mit Magen-Darm-Problemen zu kämpfen. Tierhalter sollten daher im Zweifelsfall ihren Hund lieber davon abhalten, Schnee zu essen.

Katzen nicht zu lange draußen lassen

Freigänger-Katzen sind auch im Winter nur schwer davon zu überzeugen, stets im Warmen zu bleiben. Spätestens wenn sie aber eine Weile in der eisigen Kälte verbracht haben, wollen sie meist wieder rein. „Katzen müssen immer die Möglichkeit haben, ins Haus zu gelangen“, rät Behr. Dafür eignet sich beispielsweise eine Katzenklappe. Wenn Sie keine eingebaut haben, bleiben die Stubentiger nachts besser zuhause.

Wie bei Hunden sollten auch die Tatzen der Katze auf Streusalz untersucht werden. Wenn möglich sollte zudem darauf geachtet werden, dass auch die Katze nicht vom Schnee nascht. Denn Katzen können – eben so wie Hunde – so Erreger aufnehmen, die Durchfall und Erbrechen verursachen. Egal ob im Haus oder im Freien – grundsätzlich sollte der Katzenliebhaber darauf achten, dass sein Begleiter nicht friert. Kranke und alte Katzen sollten zudem im Winter nicht nach draußen gelassen werden.

Kaninchen auch draußen warm halten

Kleine Haustiere wie Kaninchen können wegen ihres dicken Fells auch bei kalten Temperaturen im Freien gehalten werden, wenn sie sonst auch draußen gehalten werden und an Außentemperaturen gewöhnt sind. „Kaninchen brauchen in ihrem Gehege auf jeden Fall einen gut isolierten Rückzugsort mit ausreichend Heu und Stroh“, betont die Tierärztin. So werden die Tiere vor allem beim Schlafen vor der Kälte geschützt. „Manche Kaninchen können sich unterirdische Gänge graben und sich so warm halten“, so Behr weiter. Auch wichtig: Kaninchen brauchen draußen mindestens einen Partner, um sich gegenseitig zu wärmen.

Wenn die Tiere nicht an die Temperaturen im Freien gewöhnt oder krank sind, müssen sie im Winter drinnen gehalten und vor Zugluft geschützt werden. Bei eisigen Temperaturen sollte das Wasser übrigens regelmäßig gewechselt werden, da es gefrieren kann.

Das Winterfell schützt Pferde vor Kälte

Wenn Pferde zu allen anderen Jahreszeiten auf der Weide stehen, können sie auch im Winter für längere Zeit draußen gelassen werden. Sie bilden im Gegensatz zu Pferden, die in Boxen gehalten werden, ein widerstandsfähiges Winterfell. „Selbst bei dickem Fell sollen Pferde aber nicht ganztägig im Freien in der Kälte gehalten werden“, warnt Behr. Wenn Ihr Pferd sichtlich friert, heißt es: Ab ins Warme und gegebenenfalls eindecken. In der Regel benötigen Pferde bei Offenstallhaltung aufgrund ihrer körpereigenen Thermoregulierung aber keine Decken.

Vögel in Volieren halten

Wellensittige, Kanarienvögel und Co. können draußen überwintern – vorausgesetzt, sie bleiben in Volieren. Bedingung: „Vögel brauchen in der Voliere bei Kälte ein Schutzhaus, das im besten Fall mit Wärmelampen ausgestattet ist“ so Behr. Bei extremer Kälte sollte man den Außenkäfig zudem mit Folie abdecken, um die Voliere frostfrei zu halten.

Fische können im Teich überwintern

Fische halten sich im Winter meist am Grund des Teiches auf, weil dort die Temperatur wärmer ist. Dabei gilt: „Der Teich muss mindestens 80 Zentimeter tief sein, damit er nicht ganz zufrieren kann“, sagt Behr, „denn bei einer geschlossenen Eisdecke besteht die Gefahr, dass die Fische ersticken.“ Sogenannte „Eisfreihalter“ können zusätzlich verhindern, dass Teiche zufrieren.

Von Ben Kendal/RND

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