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Wissen Frühjahrskur: So gelingt der Rosenschnitt
Nachrichten Wissen Frühjahrskur: So gelingt der Rosenschnitt
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11:12 20.02.2019
Nicht zu zaghaft: Der Frühjahrsschnitt bei Rosen kommt einer Verjüngungskur gleich. Durch das Schneiden werden die Augen angeregt, wieder kräftig auszutreiben. Quelle: Fotolia
Hannover

Ab Mitte März findet man Rosenfreude im Garten – denn dann wird es Zeit, die Königin der Blumen durch den richtigen Schnitt frühlingsfein zu machen. Dabei können sich Gartenprofis optimal am „Kalender der Natur“ orientieren: Blühen die Forsythien und sind keine starken Fröste mehr zu erwarten, kann die Gartenschere beherzt zum Einsatz kommen. Der richtige Zeitpunkt ist übrigens auch daran erkennbar, dass die sogenannten „Augen“ der Rose anschwellen, rötlich werden und die neuen Triebe rund einen Zentimeter lang sind.

Ehe sich Rosenliebhaber auf ins Beet machen, sollten sie ihr Werkzeug jedoch zunächst einer genauen Betrachtung unterziehen. Denn eine gute Schere ist das A und O beim Schnitt – sie sollte nicht nur gut in der Hand liegen, sondern vor allem akkurat und scharf schneiden. Werden die empfindlichen Rosentriebe nämlich gequetscht, entstehen größere Eintrittspforten für Krankheiten. Ehe die Schere nach dem Frühlingsschnitt wieder im Gartenhäuschen verschwindet, sollte die Klinge gut gereinigt werden.

Rosenschnitt: Verjüngungskur für die Diva

In Sachen Blütenpracht lassen Rosen die meisten anderen Blumen im Beet blass aussehen. Allerdings vergreisen die edlen Gewächse mit den Jahren, werden blühfaul und verlieren an Vitalität. Daher gleicht der Frühjahrsschnitt auch einer regelrechten Verjüngungskur. Durch das Schneiden werden die Augen angeregt, kräftig auszutreiben. Erfrorene, kranke, beschädigte oder sogar ganz abgestorbene Triebe werden bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten. Welche Schnitttechnik zum Zuge kommt und wie radikal eingekürzt wird, hängt in erster Linie von der Rosengruppe ab, weshalb Gartenfreunde vor dem Ansetzen der Schere auch erst einmal gucken sollten, wer ihnen da eigentlich unter die Klinge kommt.

Radikaler Rückschnitt der Rosen

So geht es Rosenprofis beim Schnitt von Beetrosen vor allem darum, sie kompakt zu halten. Schließlich sollen sie im Sommer möglichst viele Triebe mit zahlreichen Blüten ausbilden. Daher wird hier besonders radikal ans Werk gegangen: Zunächst werden alle toten und vergreisten Triebe entfernt. Am Ende bleiben nur noch etwa fünf gut verteilte, kräftige und gesunde Triebe stehen. Die werden schließlich bis auf rund 25 Zentimeter Länge über dem Boden zurückgeschnitten. Wichtig: Weil sich auch an verbliebenen Blättern noch Spuren von Pilzkrankheiten wie Mehltau finden lassen und diese für eine Neuinfektion sorgen können, sollten Rosenreste nicht auf dem Kompost landen. Angesetzt wird die Gartenschere übrigens immer leicht schräg ansteigend etwa fünf Millimeter oberhalb einer Knospe. Der schräge Schnitt ist wichtig, damit sich kein Wasser sammeln kann und kein Nährboden für Krankheitserreger entsteht.

Rosen schneiden: Einmal- oder öfterblühend?

Etwas gemäßigter sollte das Gartenwerkzeug dagegen bei öfterblühenden Strauchrosen angesetzt werden. Der Grund dafür ist schnell erklärt: Ein starker Schnitt sorgt zwar dafür, dass die Pflanze stark wächst, jedoch bildet sie auch deutlich weniger Blüten. Zu beachten ist übrigens unbedingt, dass einmalblühende Strauchrosen ohnehin erst im Sommer an den verblühten Seitentrieben auf zwei bis drei Knospen zurückgeschnitten werden dürfen.

Auch bei Kletterrosen müssen Gartenfreunde zunächst zwischen einmalblühenden und öfterblühenden unterscheiden. Erstere blühen an den Langtrieben des Vorjahres. Kommt hier bereits im Frühjahr die Schere zum Einsatz, bleibt die erwünschte Blüte aus. Dagegen blühen öfterblühende Kletterrosen sowohl am diesjährigen wie am ein- und mehrjährigen Holz. Um sie wieder in Form zu bringen, können sie um maximal ein Drittel ihrer Gesamthöhe eingekürzt werden. Tipp: Um zu verhindern, dass die Kletterrosen von unten verkahlen, sollten sie stufenförmig gekappt werden.

Beherzt dürfen Gärtner dagegen bei Hochstammrosen ans Werk gehen: Hier werden die Triebe bis auf zwei Augen eingekürzt, sich überkreuzende oder schwache Zweige werden gekappt. Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass die Kronenform rund und kompakt wird. Dafür werden die Seitentriebe etwas kürzer als die Mitteltriebe geschnitten.

Weg mit Wildtrieben an Rosen

Zunächst stechen sie bei Edel-, Beet- und Zwergrosen gar nicht groß heraus, verändern mit der Zeit jedoch das Aussehen der gesamten Pflanze: Die Rede ist von Wildtrieben an Rosen, unerwünschte Triebe aus der Veredlungsgrundlage. Zu erkennen sind sie vor allem daran, dass ihr Laub mehr als fünf Fiederblättchen besitzt. Sie werden rabiat und mit einem kräftigen Ruck ausgerissen.

Damit die Pflanzendiven ab Juni das Herz von Gartenfreunden höher schlagen lassen und mit üppiger Blütenpracht verzaubern, benötigen sie neben dem richtigen Frühjahrsschnitt auch reichlich organischen Dünger. Denn Rosen gehören zu den Starkzehrern, gedeihen durch die Zugabe von Kompost, Humus oder Hornspänen. Diese sollten bereits bei der Pflanzung in den Boden eingearbeitet werden. Ab dem zweiten Standjahr sorgt eine Düngergabe im März/April für zusätzliche Vitalität.

Ein Prüfsiegel für Rosen

Rosen können echte Diven sein. Es gibt aber ein Prüfsiegel für die Pflanzen, das besonders pflegeleichte und robuste Sorten auszeichnet. ADR steht für die „Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung“, und sie gilt laut der DIY Academy als die härteste der Welt. Die damit ausgezeichneten Rosen haben sich drei Jahre lang an unterschiedlichen Standorten bewähren müssen. Sie müssen gut aussehen, lange blühen und ohne chemische Hilfsmittel Pilzkrankheiten überstehen. Für Interessierte: Auf der Internetseite der „Allgemeinen Deutschen Rosenneuheiten“ findet sich eine Liste der geprüften Rosen.

Von RND/Julia-Marie Meisenburg

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