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Wissen Diese Hornissen-Mythen sind falsch
Nachrichten Wissen Diese Hornissen-Mythen sind falsch
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12:31 20.08.2018
Eine Hornisse sitzt auf einer Holztür. Quelle: dpa
Hannover

Am Sonntagabend wurden in Schleswig-Holstein acht Rentner durch Hornissenstiche verletzt. Einer von ihnen musste nach mehreren Stichen sogar ins Krankenhaus. Doch wie gefährlich sind Hornissen eigentlich wirklich?

Anders als ihr Ruf es deklariert, sind Hornissen keine aggressiven Zeitgenossen. Allein ihre Größe (eine Königin kann bis zu 3,5 Zentimeter groß werden) und die lauten Fluggeräusche scheinen für viele Grund genug, das Insekt zu fürchten. Doch im Gegensatz zu Wespen, suchen Hornissen in der Konfrontation mit anderen Lebewesen schnell das Weite. Das liegt vor allem daran, dass sie nicht an unseren Lebensmitteln interessiert sind und sich deswegen auch nicht in menschlicher Umgebung aufhalten müssen. Hornissen ernähren sich vorrangig von Baum- und Pflanzensäften. Ihre Larven fressen Insekten wie Fliegen, Wespen oder Heuschrecken.

Lediglich Störungen in unmittelbarer Nestnähe, also in einem Abstand von rund drei Metern, lassen sich Hornissen nicht gefallen. In diesem Bereich versuchen sie Volk und Königin zu beschützen. Dabei gehen aber nicht alle Hornissen eines Nestes auf den vermeintlichen Angreifer los. Denn nur rund jede zehnte Hornisse eines Nestes kann überhaupt stechen.

Und wenn man doch mal von einer Hornisse gestochen wird?

Wird man von einer Hornisse gestochen, muss man nicht in Panik ausbrechen. Zwar sind die Stiche durch den großen Stachel der Hornisse schmerzhafter, an dem Mythos, dass sieben Hornissenstiche ein Pferd und schon drei Hornissenstiche einen Menschen töten können, ist aber nichts dran. Zwar enthält Hornissengift mehr Schmerzstoffe als das Gift anderer Stechinsekten. Für einen gesunden Menschen bräuchte es, um ihn in Lebensgefahr zu bringen, jedoch ungefähr 500 bis 1000 Hornissenstiche auf einmal.

Kritisch wird es dann, wenn man allergisch auf das Gift der Hornisse reagiert, oder im Mund gestochen wird. Dann können die Atemwege zuschwellen. Diese Gefahr gilt aber genauso für Wespen und auch für Honigbienen. Allerdings reagieren in Deutschland nach Angaben des Landesbunds für Vogelschutz in Bayern nur zwei bis drei Prozent der Bevölkerung allergisch auf Hornissenstiche.

Von RND

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