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Wissen Datenschutz am Arbeitsplatz – Was darf der Chef wissen und was nicht?
Nachrichten Wissen Datenschutz am Arbeitsplatz – Was darf der Chef wissen und was nicht?
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16:30 16.10.2017
Quelle: @ Rawpixel - depositphotos.com
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 Schutz für Arbeitnehmer aktuelles Thema

Das Thema Datenschutz am Arbeitsplatz ist vor allem heute, in Zeiten zunehmender Digitalisierung, aktueller denn je. Darf der Chef die Dienstfahrzeuge per GPS überwachen, Videos am Arbeitsplatz aufzeichnen oder gar den Mail-Verkehr lesen? Diese und viele weitere Fragen brennen immer mehr Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen unter den Nägeln. Doch eine eindeutige Antwort gibt es leider nicht. Das Problem ist: Es gibt trotz zahlreicher Diskussionen noch immer kein Beschäftigtendatenschutzgesetz in Deutschland. So ist die Rechtslage häufig nicht klar geregelt.

Nicht alle Daten dürfen abgefragt werden

Eigentlich darf der Arbeitgeber nur Daten erheben, die für das Arbeitsverhältnis zwingend erforderlich sind. So muss der Chef beispielsweise Name, Anschrift, Geburtsdatum oder Familienstand kennen, um eine Lohn- beziehungsweise Gehaltsabrechnung korrekt erstellen zu können. Zudem ist ein Arbeitgeber rechtlich auf der sicheren Seite, wenn er per GPS kontrolliert, ob zum Beispiel seine angestellten Lkw-Fahrer die Pausenzeiten einhalten; denn dies ist gesetzlich festgeschrieben und eine Missachtung steht unter Strafe.

Ist in einem Arbeitsvertrag geregelt, dass das private Surfen in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Co. während der Dienstzeit verboten ist, ist der Chef ebenfalls befugt, dies zu kontrollieren. Schließlich darf er prüfen, ob sich der Arbeitnehmer auch wirklich an diese Vorgabe hält.

Angst vor Konsequenzen

Andere Daten sind jedoch Privatsache. Streng genommen dürfen Arbeitgeber weder nach Schwangerschaften fragen noch im Internet nach einer gewissen Person suchen oder in sozialen Netzwerken über ihre Hobbys und Freizeitaktivitäten recherchieren. Doch hier gilt der Grundsatz: Wo kein Kläger, da kein Beklagter. Und welcher Arbeitnehmer weiß schon mit Sicherheit, ob ihn der Chef heimlich googelt?

Auch sind Chefs nicht ohne Weiteres berechtigt, per GPS zu kontrollieren, wo sich Firmenfahrzeuge gerade aufhalten. Diese Daten dürfen nur gesammelt werden, wenn der Arbeitnehmer eine Betriebsvereinbarung unterschreibt und seine Einwilligung dazu gibt. Jedoch haben viele Arbeitnehmer Angst vor beruflichen Nachteilen, wenn sie dies nicht tun und unterzeichnen, weil sie sonst um ihren Arbeitsplatz fürchten.

Oft gibt es in Betrieben noch keine klaren Regeln zum Datenschutz. Im kommenden Frühjahr soll das neue Bundesdatenschutzgesetz in Kraft treten, das die Rechte der Arbeitnehmer stärken soll. Kritiker äußern jedoch, dass noch immer viel zu „schwammig“ geregelt sei, ob der Arbeitgeber beispielsweise Bewegungsprofile seiner Mitarbeiter anlegen, biometrische Fingerabdrücke speichern oder Aktivitäten in sozialen Netzwerken kontrollieren darf. Wegen des technischen Fortschritts, den zunehmenden Möglichkeiten und Schlupflöchern in der digitalen Überwachung wird es laut Experten mit Sicherheit noch zahlreiche Anpassungen im Gesetz geben, um Arbeitnehmern den größtmöglichen Schutz ihrer persönlichen Daten zu gewährleisten.

Hoffnung für chronisch depressive Menschen. Deren Gehirne können mithilfe von halluzinogenen Pilzen („Magic mushrooms“) neu eingestellt werden. Das zeigt zumindest das Ergebnis einer Studie, die im US-Fachjournal „Scientific Reports“ veröffentlicht wurde. „Es war so, wie nach einem Computer-Neustart“, sagte eine Testperson später.

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