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Wissen Chinesisches Raumlabor soll Ostermontag abstürzen
Nachrichten Wissen Chinesisches Raumlabor soll Ostermontag abstürzen
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15:05 31.03.2018
Eine Radaraufnahme des Fraunhofer Instituts FHR in Bonn zeigt die Umrisse der abstürzenden chinesischen Raumstation“Tiangong 1“. Quelle: AP
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Darmstadt

Das Gebiet, in dem kleine Trümmer des 8,5 Tonnen schweren und zwölf Meter langen Raumlabors herabfallen könnten, ist riesig – ein erdumspannender Gürtel von 43 Grad südlich bis 43 Grad nördlich des Äquators. Auf dem 43. Grad nördlicher Breite liegt etwa die südfranzösische Stadt Marseille. Deutschland wird nicht betroffen sein.

„Es fällt auch nicht alles auf einen Fleck, sondern verteilt sich über eine Schleppe von 1000 bis 1200 Kilometern“, erklärte Esa-Experte Holger Krag vor dem erwarteten Ereignis. Etwa 1,5 bis 3,5 Tonnen von „Tiangong 1“ werden demnach voraussichtlich den Eintritt in die Atmosphäre überstehen.

Weil die mögliche Absturzregion viel Wasser und Wüsten umfasst, sei es fraglich, ob sich nach dem Absturz überhaupt Teile von „Tiangong 1“ – übersetzt „Himmelspalast“ – finden lassen, sagte Krag. „Die Wahrscheinlichkeit für ein Individuum, von einem Trümmerteil verletzt zu werden, ist so hoch wie die Möglichkeit, von einem Blitz zweimal in einem Jahr getroffen zu werden.“

China hatte „Tiangong 1“ im September 2011 ins All geschossen. Seit 2016 besteht kein Kontakt mehr, darum erfolgt der Absturz des Labors anders als ursprünglich geplant unkontrolliert.

Von RND/dpa

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