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Wissen Blutmond 2019 fotografieren: So gelingt das perfekte Mondfinsternis-Foto
Nachrichten Wissen Blutmond 2019 fotografieren: So gelingt das perfekte Mondfinsternis-Foto
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11:02 20.01.2019
Frühaufsteher fotografieren am Brandenburger Tor die Mondfinsternis 2015. Quelle: Kay Nietfeld/dpa
Hannover/Berlin

Am Montagmorgen können Astro-Fans Zeugen eines kosmischen Schauspiels werden – dann verfinstert sich der Mond wieder komplett. Die totale Mondfinsternis (MoFi) ist besonders spektakulär, denn sie fällt mit einem Supervollmond zusammen. Der verfinsterte „Blutmond“ wird also besonders groß erscheinen.

Die totale Phase kann in ganz Deutschland, in der Schweiz und westlichen Gegenden Österreichs in voller Länge gesehen werden. Doch Sie müssen früh aufstehen: Denn schon um kurz nach 4.30 Uhr beginnt der Mond, sich langsam in den Erdschatten zu schieben. Wer den rot leuchtenden Mond fotografieren will, braucht dafür keine Profi-Ausrüstung – sollte aber folgende sechs Tipps beachten.

1. Die richtige Kamera: Nutzen Sie eine Spiegelreflexkamera oder eine spiegellose Systemkamera. Knipsen kann man den Mond auch mit einem Smartphone – viel Freude wird man daran aber nicht haben.

2. Das passende Zubehör: Verwenden Sie ein Stativ und einen Fernauslöser (Funk oder Kabel), um Verwacklungen zu vermeiden. Zur Not tut es auch der Selbstauslöser der Kamera.

3. Planen Sie das Motiv: Soll es eine Weitwinkelaufnahme mit Landschaft oder ein möglichst großformatiges Mondfoto mit Teleobjektiv (mindestens 200 mm) werden? Da der verfinsterte Mond tief am Horizont stehen wird, sollte man einen erhöhten Standort wählen. Bei einer Landschaftsaufnahme bieten sich dann beispielsweise die Silhouetten von Bäumen oder Häusern, die in ausreichender Entfernung stehen, als Vordergrund an.

Die folgende Animation gibt einen Eindruck von der Höhe des Mondes über dem Horizont (Quelle: Sternenhimmel-fotografieren.de).

4. Achten Sie auf die richtigen Einstellungen: Solange der Mond von der Sonne beschienen wird, muss man niedrige Belichtungszeiten (zum Beispiel 1/200 Sekunde) und Iso-Werte (zum Beispiel 200) wählen. Der Blendenwert sollte dagegen nicht zu niedrig sein, also etwa Blende 8 oder höher. Ist der Mond vollständig im Kernschatten der Erde, muss stärker belichtet werden: Bis zu eine Sekunde bei Iso 1600 und einer möglichst kleinen Blende. Fokussieren: Man kann mit dem Autofokus auf den Vollmond scharf stellen, danach auf manuellen Fokus schalten, damit die Einstellung fest bleibt. Die Schärfe sollte jedoch kontrolliert werden. Tipp: Da der Mond mehr als eine Stunde verdunkelt ist, sollte man die Zeit nutzen, um Probebilder mit verschiedenen Einstellungen zu machen. Auf die Automatik der Kamera ist hier kein Verlass.

5. Seien Sie für Notfälle gerüstet: Das heißt vor allem Ersatzbatterien (Akkus) für alle technischen Geräte. Achten Sie auch auf Tau auf ihrer Kameralinse – dagegen hilft kurzfristig ein Reinigungstuch, perfekt ist eine spezielle Heizmanschette für das Objektiv.

6. Denken Sie an sich: Die Finsternis dauert eine Stunde, wer das ganze Spektakel erleben will, sollte eher drei Stunden einplanen – fast nur stehend in eisiger Kälte! Dagegen helfen sehr warme Bekleidung (vor allem an Kopf und Füßen) und heiße Getränke.

Von rms/RND

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