Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Wissen Anti-Materie gibt Cern-Physikern weiter Rätsel auf
Nachrichten Wissen Anti-Materie gibt Cern-Physikern weiter Rätsel auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:30 24.10.2017
Der Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) im Europäischen Kernforschungszentrum Cern bei Genf. Quelle: KEYSTONE FILE
Anzeige
Genf

Auf der Suche nach dem kleinen Unterschied zwischen Materie und Antimaterie haben Physiker einen neuen Weltrekord im Präzisionsmessen aufgestellt. Das Resultat: Die Stärke der magnetischen Momente von Protonen und Antiprotonen ist auf neun signifikante Stellen identisch. Die Genauigkeit der Messmethode wurde aber um den ungewöhnlich großen Faktor 350 verbessert, wie die Physiker in der Fachzeitschrift „Nature“ berichten.

Nach der gängigen Theorie ist Anti-Materie das genaue Spiegelbild von Materie. Deshalb müssten sich Materie und Antimaterie eigentlich gegenseitig ausgelöscht haben – was augenscheinlich nicht der Fall ist. Die Welt sowie der Mensch bestehen aus Materie. Die Physiker wollen deshalb herausfinden, wo genau der Unterschied zwischen Materie und Antimaterie liegt.

Ergebnis: Proton genau gleichstark wie ein Antiproton

„Das magnetische Moment im Proton ist genau gleichstark wie im Antiproton – das wurde aber in dieser Präzision noch nicht vorher nachgewiesen“, sagte Stefan Ulmer, Chefwissenschaftler am Base-Projekt der Europäischen Organisation für Kernforschung (Cern) in Genf. Ist das Ergebnis dann nicht eine Enttäuschung? „Das ist eine Charakterfrage“, sagt Ulmer. „Der Weg ist das Ziel.“ Man lerne in solchen Messprozessen so viel, dass sich der Aufwand immer lohne.

Das Experiment findet am weltgrößten Teilchenbeschleuniger statt, den die Organisation im französisch-schweizerischen Grenzgebiet 100 Meter unter der Erde betreibt. Dort lassen die Physiker Protonen mit nahezu Lichtgeschwindigkeit kollidieren und simulieren damit Bedingungen wie kurz nach dem Urknall, dem Entstehungsmoment des Universums. „Wenn die Urknallexplosion sich so verhalten hat wie alle anderen physikalischen Prozesse, die wir kennen, muss dabei exakt so viel Materie wie Antimaterie entstanden sein“, sagt Ulmer.

Keine Differenz zwischen Materie und Antimaterie

Beim jüngsten Experiment ist zwar keine Differenz zwischen Materie und Antimaterie erkennbar geworden. „Es ist aber absolut möglich, dass bei noch genauerer Messung ein Unterschied zu Tage tritt“, sagt Ulmer. Möglich ist aber auch, dass der Unterschied gar nicht im magnetischen Moment sondern in einer anderen fundamentalen Eigenschaft der Teilchen, etwa der Masse, liege. „Eins ist klar: Es gibt einen Unterschied“, sagt Ulmer.

Von RND/dpa

Zum ersten Mal ist die Doktorarbeit des britischen Astrophysikers Stephen Hawking für jeden frei zugänglich. Das Interesse zwang gleich am ersten Tag die Webserver der britischen Universität Cambridge in die Knie: Zehntausende Nutzer versuchten die 134-seitige Arbeit herunterzuladen.

24.10.2017
Wissen Apotheker räumt mit Mythen auf - Was tun bei Läusen? Das rät ein Experte

Viele Eltern stöhnen bei diesem Thema auf: lästige Läuse. In diesen Tagen breiten sich die kleinen Tierchen wieder auf vielen Kinderköpfen aus. Im Interview räumt ein Experte mit Mythen auf und gibt Tipps zur Behandlung.

24.10.2017

An Halloween ziehen sie wieder durch die Straßen: Unheimliche Clowns, Vampire und Zombies. Aber was passiert eigentlich in unserem Gehirn, wenn wir uns gruseln? Ein Blick ins „Haunted House“ unserer Gefühle und Wahrnehmungen.

24.10.2017
Anzeige