Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Wirtschaft Zulieferer wettern gegen VW-Sparkurs
Nachrichten Wirtschaft Zulieferer wettern gegen VW-Sparkurs
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:10 01.09.2016
Volkswagen kämpft im Diesel-Skandal gegen Imageschäden und hohe Strafzahlungen. Nun gärt es auch stärker bei den Zulieferern. Sie halten dem Konzern vor, immer weniger für ihre Leistungen zu zahlen. Quelle: dpa

Mehrere Betriebe beklagten bereits seit Anfang des Jahres eine wachsende Unsicherheit. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass interner Spardruck 1:1 auf die Zulieferer abgewälzt werde: „Die Zulieferer sind nicht dazu da, die Kostenprobleme bei VW zu lösen.“ 

Der Konzern betonte die im Vorjahr intensivierte, langfristige Kooperation mit seinen Lieferanten. Man arbeite seit vielen Jahren „eng und gut“ mit ihnen zusammen. Eine Volkswagen-Sprecherin erklärte: „Langfristige und stabile Lieferanten-Beziehungen liegen ausdrücklich in unserem Interesse.“

Allerdings betonte sie auch: „Dabei müssen alle Beteiligten im Wettbewerb bestehen können.“ 

Vorangegangen war ein Termin mit Landes-Wirtschaftsminister Olaf Lies, der auch im VW-Aufsichtsrat sitzt. Lies bestätigte nach dem Industrietreffen mit rund einem Dutzend Managern von Zulieferfirmen, dass es Bedenken gebe. Wichtig sei es, jetzt nicht die Kosten weiter zu drücken, sondern die Zulieferindustrie als Innovationstreiber mit Volkswagen auf Augenhöhe zu halten. Eine starke Partnerschaft beider Seiten mit langfristigen Perspektiven sei erstrebenswert. 

„Was wir brauchen, ist Verlässlichkeit“, sagte der SPD-Politiker. Dazu gehörten auch langfristige Verträge mit den Lieferanten. In Niedersachsen arbeiten mit 130 000 Mitarbeitern in gut 750 Firmen mehr Menschen bei Zulieferern als bei VW.

Als Lehre aus dem erst vor kurzem beendeten Zulieferer-Streit mit der Prevent-Gruppe - VW brockte dieser schmerzhafte Produktionsausfälle ein - hatte Konzernchef Matthias Müller angekündigt, dass der Autoproduzent seine Lieferantenverträge durchleuchten werde. Aus dem Fall dürfe man aber keine voreiligen Schlüsse ziehen, warnte Lies nach dem Gespräch beim Zulieferer Wabco. Es gebe keinen Anlass, für alle möglichen Teile eine Strategie für mehrere Lieferquellen zu fahren. Eine VW-Beteiligung an Zulieferern hält Lies für nicht nötig. 

Partnerschaften würden angesichts immer kürzerer und stärkerer Innovationszyklen in der Autobranche wichtiger, sagte Schmidt. Sie stünden etwa bei Personenwagen für 75 Prozent der Wertschöpfung und bräuchten entsprechende Gewinnspannen. Dies müsse auch ein Massenanbieter wie Volkswagen akzeptieren.

dpa

Wirtschaft Steuerstreit zwischen Apple und EU - Tim Cook schimpft über "politischen Dreck"

Apple-Chef Tim Cook reagiert mit scharfen Worten auf die Steuerentscheidung der EU und bekommt Unterstützung aus Deutschland: Bayerns Finanzminister Markus Söder spricht von "überzogenen Forderungen" der EU gegen Apple.

01.09.2016

Volkswagen muss sich im Abgas-Skandal nun auch mit einer Klage in Australien auseinandersetzen. Die Verbraucherschutzbehörde ACCC kündigte am Donnerstag rechtliche Schritte gegen den deutschen Hersteller an.

01.09.2016
Wirtschaft Probleme an der Heckklappe - Mazda ruft Millionen Autos zurück

Weltweit müssen Millionen Kunden von Mazda mit ihrem Auto in die Werkstatt: Der Fahrzeughersteller hat Probleme an der Heckklappe festgestellt. Betroffen sind unter anderem die Modelle Mazda 3, Mazda 5 sowie CX-3 und CX-5.

01.09.2016