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00:16 17.05.2018
Hilfe nach dem Skype-Prinzip: Gunnar Bortfeld ist „Videoberater“ der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Quelle: Foto: Katrin Kutter
Hannover

 Die Verbraucherzentrale Niedersachsen will für Bürger leichter erreichbar sein und nutzt dafür verstärkt das Internet. Ein Beispiel dafür ist die Videoberatung: Seit Kurzem können Bürger Videotelefonate mit den Verbraucherschützern führen – über ihr Smartphone oder über einen PC mit Webcam. Das Pilotprojekt ist bundesweit einmalig und zurzeit für die Verbraucher sogar kostenlos. Für die telefonische und die persönliche Beratung zahlt man hingegen Gebühren.

„Uns ist es sehr wichtig, dass die Videoberatung reibungslos läuft, bevor sie kostenpflichtig wird“, erklärt Christina Graf von der Verbraucherzentrale. Bislang gebe es vereinzelte technische Probleme wie Gesprächsabbrüche. Sobald diese behoben sind, soll die Videoberatung ebenfalls kostenpflichtig werden: Geplant ist eine Gebühr von 10 Euro für jedes 20-minütige Gespräch. Wann es soweit ist, ist aber noch nicht absehbar.

Verbraucher sparen sich die Anreise

Aus Sicht der Verbraucherzentrale hat die Videoberatung mehrere Vorteile: Nutzer aus ländlichen Gegenden sparen sich die Anreise zur nächsten Beratungsstelle. Und anders als beim Telefongespräch können sie während des Videochats auch Dokumente übermitteln – zum Beispiel Rechnungen, die sie für unberechtigt halten. Umgekehrt kann die Verbraucherzentrale Musterbriefe senden, mit denen man sich gegen Forderungen wehrt.

Das Angebot eignet sich eher nicht für Streitigkeiten, die ganze Aktenordner füllen. Besser zu klären seien einfache Fälle wie strittige Posten auf der Handyrechnung oder Inkassoforderungen, erklärt Gunnar Bortfeldt, der in Hannover bei der Verbraucherzentrale via Webcam berät. Er habe zum Beispiel einem Verbraucher geholfen, der ungewollt ein Premium-Abo eines E-Mail-Anbieters abgeschlossen hatte. „Der Verbraucher war sehr dankbar, unseren Videochat nutzen zu können, um die Frist für den Widerspruch nicht zu verpassen“, sagt er. 

Thematisch ist die Videoberatung bislang beschränkt auf Internet, Mobilfunk und Telefon sowie Verbraucherrecht (zum Beispiel Kaufverträge, Widerruf und Handwerkerleistungen). Verbraucher können unter www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/videoberatung Termine ausmachen. Anschließend erhalten sie einen Link, mit dem sie sich einwählen können.

Ein weiteres neues Online-Angebot der Verbraucherzentrale Niedersachsen ist der Inkasso-Check. Dabei handelt es sich um einen Online-Fragebogen, der dabei hilft, Mahnschreiben einzuordnen und Musterbriefe zur Abwehr unberechtigter Forderungen zu erstellen.

Von Christian Wölbert

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