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Nachrichten Wirtschaft Neue Vereinbarung soll Bauen verbilligen
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00:39 01.06.2018
Der Wohnungsbau ist in Deutschland in Gang gekommen, aber Bauen ist sehr teuer geworden. Quelle: dpa
Berlin/Hannover

Der Bau von Mietwohnungen soll günstiger werden. Dies ist das Ziel einer Initiative des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW). Er hatte europaweit Bauunternehmen aufgefordert, Wohnungsbau-Konzepte einzureichen, die auf der sogenannten seriellen und modularen Bauweise beruhen, also einer Art Serienfertigung mit vorgefertigen Elementen. Am Dienstag präsentierte der Verband die Sieger des Ausschreibungsverfahrens. Neun Bieter wurden ausgewählt. Ab sofort können Wohnungsunternehmen ihnen Aufträge erteilen.

„Die Wohnungswirtschaft geht beim Wohnungsbau gemeinsam mit ihren Partnern neue Wege, um in ganz Deutschland endlich schneller und kostengünstig neuen Wohnraum in hoher Qualität bereitstellen zu können“, erklärte GdW-Präsident Axel Gedaschko, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Bundesbauministerium, dem Hauptverband der Bauindustrie und der Bundesarchitektenkammer. Ziel sei es, „dass neu gebaute Mietwohnungen auch ohne Förderung für die Mitte der Bevölkerung wieder bezahlbar werden“.

Wohnungsunternehmen erhalten durch die Vereinbarung laut GdW die Möglichkeit, Neubauprojekte „schneller, einfacher, kostengünstiger und in hoher Qualität zu realisieren“. Aus den neun Angeboten des neuen Rahmenvertrags können Wohnungsunternehmen das für sie passende Modellgebäude auswählen, das anschließend in erster Linie nur noch an das vorhandene Grundstück angepasst werden muss. Die Angebotspreise liegen zwischen 2000 und 3200 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche – und damit dem Verband zufolge unter den durchschnittlichen Herstellungskosten für Mehrfamilienhäuser in Deutschland. Die in der neuen Vereinbarung festgeschriebenen Preise gelten für fünf Jahre.

Zu den neun Anbietern, die den Zuschlag bekamen gehört mit der MBN Bau AG aus Georgsmarienhütte auch ein Unternehmen aus Niedersachsen, das das modulare Bauen zu seinen Schwerpunkten zählt. Ausgeschrieben war die Errichtung eines Modellgebäudes mit vier Geschossen und 24 Wohnungen mit einem bis fünf Zimmern und Wohnflächen von unter 45 bis maximal 115 Quadratmetern. Ein Aufzug war nicht vorgesehen, eine Nachrüstung für einen festen Aufpreis muss jedoch möglich sein. Zusätzlich mussten drei weitere Varianten kalkuliert werden.

Die Bundesregierung knüpft offenbar große Erwartungen an die Vereinbarung zwischen Wohnungsunternehmen und Bauwirtschaft. „Ich bin überzeugt davon, dass mit diesem Ausschreibungsverfahren ein neues Kapitel der seriellen und modularen Bauweisen aufgeschlagen wurde“, sagte Gunther Adler, Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat.

GdW-Präsident Gedaschko sieht jetzt die Politik am Zug. Sie müsse dafür sorgen, dass ausreichend bezahlbare Grundstücke für die neuen Wohngebäude bereitgestellt werden. Zudem sollte eine bundesweit gültige Typengenehmigung die Genehmigungsverfahren in den Bauämtern für die neuen Gebäude beschleunigen. Zuständig dafür sind laut GdW die Bundesländer, die sich auf eine entsprechende Anpassung ihrer Bauordnungen einigen müssen.

Von Albrecht Scheuermann

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