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Wirtschaft VW bittet zur Probefahrt des Arteon in die Wedemark
Nachrichten Wirtschaft VW bittet zur Probefahrt des Arteon in die Wedemark
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13:25 01.06.2017
Der Arteon von VW wird rausgeputzt für die Autotester. Quelle: Volkswagen
Hannover

Der Flughafen in Langenhagen, das wunderschön am See gelegene Hotel Seefugium in Isernhagen-Süd und die Autobahnen rund um Hannover: Das sind in diesen Tagen die Stationen von rund 600 Autotestern aus der ganzen Welt, 100 davon aus Deutschland. Sie alle kommen bis Mitte Juni in die Region, um hier Volkswagens neues Flaggschiff, den VW Arteon, Probe zu fahren.

Aber warum bloß Hannover?, mag sich mancher von ihnen gefragt haben. Denn zumeist laden Hersteller bei solchen Gelegenheiten nach Mallorca, Nizza oder Malaga ein. Meer und Berge sind als Kulisse beliebt für Probefahrten. Aber Felder und Milchkühe? Ist die Einladung nach Hannover also Ausdruck einer neuen Bescheidenheit bei Volkswagen, oder gar eine Sparmaßnahme nach all den horrenden Kosten, die der Abgas-Skandal verursacht hat? „Nein“, sagt VW-Sprecher Christoph Peine und verweist beredt auf den Flughafen Hannover, der ein „sehr guter Dreh- und Angelpunkt“ für ein solches Event sei. Er biete relativ viele Direktverbindungen in andere europäische Länder. Journalisten könnten so morgens ein- und abends zurückfliegen.

In der engeren Wahl für die Arteon-Probefahrten waren auch Amsterdam und München. Dorthin hätten auch die Journalisten aus China und den USA fliegen können, ohne umzusteigen. Den Ausschlag für Hannover gab laut VW die Tatsache, dass der Arteon in Wolfsburg entwickelt wurde und in Emden gebaut wird. „Wir sind ein norddeutsches Unternehmen, und wir zeigen unsere Autos auch gerne hier“, sagt Peine.
Auch die Nähe zu Wolfsburg ist ein Vorteil. Anders als bei Präsentationen im Ausland schauen täglich mehrere VW-Entwickler vorbei, um mit den Testfahrern über Getriebe oder Assistenzsysteme. zu fachsimpeln. Und falls es bei einer Fahrt mal zu Schäden kommt, können die Autos gleich im Werk von VW Nutzfahrzeuge in Stöcken repariert werden. Aus all diesen Gründen wurden auch schon der Sharan und der Up in Hannover vorgeführt.

VW lotst die Tester nach der Landung in Langenhagen in eine VIP-Lounge. Direkt vor der Tür parken dort 30 Arteons. Über die A 7 geht es dann durch die Wedemark: Links und rechts steht das Getreide auf dem Halm, hinter Brelingen grast das Vieh. Kein Meer weit und breit, aber für viele Ausländer ist die Kulisse genauso exotisch wie Malaga. Anschließend steuern die Fahrer das Tagungshotel Seefugium in Isernhagen-Süd an, wo auch schon Barack Obama abstieg. Hier steht ein goldfarbiger Arteon auf der Terrasse am See – und ist damit auch in der Mittagspause bei Spargel und Schnitzel immer im Bild.

VW verlangt dem Seefugium Flexibilität ab. Da Produktionsprobleme die Markteinführung von Autos kurzfristig beeinträchtigen können, buchte VW nur wenige Monate im Voraus. Da waren andere Tagesveranstaltungen längst eingeplant. Um alles unter ein Dach zu bekommen, baut das Seefugium jetzt mehrfach um.
Und die Autotester? Sie unterhalten sich nicht über die Reize der Wedemark oder den praktischen Flughafen. Sie freuen sich vor allem darüber, dass es auf der A 7 nördlich von Hannover einige Abschnitte ohne Tempolimit gibt. In Spanien wäre schon bei Tempo 120 Schluss.     

Christian Wölbert

Das neue Flaggschiff

Wie der Vorgänger CC ist der Arteon eine schnittigere, teurere Variante des Passat und damit das VW-Topmodell in Europa. Denn die Oberklasse-Limousine Phideon gibt es nur in China. Den Arteon liefert VW zunächst in drei Varianten aus: als Diesel mit 150 oder 240 PS sowie als Benziner mit 280 PS. Für einen „Gran Turismo“, wie VW ihn nennt, bietet der Arteon viel Platz. Auf die Rückbank passen auch große Menschen, in den Kofferraum bis zu 563 Liter. Die Preise beginnen bei knapp 40 000 Euro.

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