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Wirtschaft Winterkorn soll auch Manipulation an Benzinern verlangt haben
Nachrichten Wirtschaft Winterkorn soll auch Manipulation an Benzinern verlangt haben
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17:29 20.09.2018
Der frühere Vorstandsvorsitzende von VW, Martin Winterkorn, im Januar 2017 nach einer Sitzung des Abgas-Untersuchungsausschusses im Bundestag. Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa
Hannover

Seit Anfang 2017 ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen den früheren VW-Chef wegen Betrugs und Marktmanipulation. Martin Winterkorn besteht aber bis heute darauf, erst im September 2015, kurz bevor der Betrug in den USA bekannt wurde, von illegalen Abschalteinrichtungen erfahren zu haben.

Zweifel daran gibt es schon seit einiger Zeit. Erst im Juli hatte die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf einen hochrangigen VW-Manager berichtet, dass Winterkorn bereits seit Mai 2015 von den Manipulationen gewusst haben soll. Laut einem neuen Medienbericht soll er sogar schon 2011 Manipulationen verlangt haben – bei Benzinern.

Das „Handelsblatt“ berichtete am Mittwoch unter Berufung auf Unterlagen der Staatsanwaltschaft Braunschweig, Winterkorn soll auch illegale Tricks bei Benzin-Motoren in den USA befohlen haben. Der frühere Motoren-Verantwortliche Jens Hadler habe bei seiner Vernehmung ausgesagt, die Anweisung dazu soll Anfang 2011 bei einem Treffen mit VW-Managern erfolgt sein. Hadler ist selbst Beschuldigter in der Sache.

Damals sei es darum gegangen, bei den Fabrikaten Jetta und Passat die Katalysatoren durch unzulässige Eingriffe schneller auf Betriebstemperatur zu bringen. Winterkorn sei von der Idee begeistert gewesen. Hadler aber habe ihn gewarnt mit den Worten: „Nee, Chef, das geht nicht.“ Denn das sei eine illegale Steuerung des Abgasvorgangs in den USA.

Winterkorn soll Hadler dann damit gedroht haben, ihm zu kündigen, falls er die Idee nicht umsetze. Der Ex-Motoren-Verantwortliche sagte laut dem Zeitungsbericht aber auch aus, dass der Plan bis zu Haders Ausscheiden nicht umgesetzt worden sei.

Eine Anfrage der Zeitung beim Anwalt des Ex-VW-Chefs blieb laut Bericht unbeantwortet.

Von RND/das

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