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Nachrichten Wirtschaft In den Ferien steigen die Wartezeiten am Flughafen
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00:41 18.06.2018
Flughafen Frankfurt: Sicherheitskontrollen deutlich umständlicher als in Amsterdam oder Madrid Quelle: dpa
Frankfurt/Hannover

Die schönsten Wochen des Jahres beginnen für viele Bundesbürger mit Stress. Slogans wie „Der Urlaub beginnt am Flughafen“ müssen sich wie Hohn anhören, wenn man beispielsweise am größten deutschen Drehkreuz in Frankfurt in scheinbar endlosen Schlangen darauf wartet, abgetastet und durchleuchtet zu werden. „Das ist alles andere als Premium“, schimpfte neulich Lufthansa-Chef Carsten Spohr.

Einige Airlines und Flughäfen ermahnen die Passagiere sogar, in den Sommerferien noch früher am Schalter zu erscheinen als sonst – in Berlin-Tegel und -Schönefeld zum Beispiel zwei bis drei Stunden vor Abflug.

Fraport-Chef schimpft über langsame Kontrollen

Ein besonders enger Flaschenhals bei steigenden Passagierzahlen sind die Sicherheitskontrollen. Verantwortlich für diese sind nicht die Flughäfen, sondern Behörden wie die Bundespolizei, die wiederum private Dienstleister beauftragen. Große Flughafenbetreiber wie Fraport in Frankfurt wollen das nun ändern und selbst die Verantwortung übernehmen und die Dienstleister steuern.

Die Frankfurter Kontrollstellen schafften mit 80 Passagieren in der Stunde nicht einmal die Hälfte der Einrichtungen in Amsterdam, Madrid oder Brüssel, schimpft Fraport-Chef Stefan Schulte. Zum Beispiel könne niemand einen besonders langsamen Passagier überholen.

Fraport glaubt, die Abläufe besser organisieren zu können als die Behörden. Tatsächlich sind die Kontrollen umständlich organisiert. So gibt es zum Beispiel unterschiedliche juristische Anforderungen an die „Luftsicherheitsassistenten“, je nachdem, ob sie Passagiere, das Flughafenpersonal oder Gepäck überwachen.

Dienstleister verspricht Besserung in Düsseldorf

Fraport-Chef Schulte würde den Kontrolleuren gern bessere Leistungen abfordern: „Wir möchten die Prozesse ändern, um die Abläufe flexibler zu gestalten und zu beschleunigen. Wir möchten in den Verträgen mit Dienstleistern Leistungsanreize setzen. Und wir möchten modernste Technik schneller beschaffen können.“

Die Sicherheitsunternehmen sehen sich aber durchaus selbst in der Lage, die Prozesse zu steuern, wie der Präsident ihres Bundesverbandes, Udo Hansen, erklärt. Die aktuellen Probleme erklärt er mit mangelnden Platz und falschen Personalanforderungen durch die Bundespolizei.

Unter besonderer Beobachtung steht der drittgrößte deutsche Flughafen in Düsseldorf, wo es 2017 wegen der Wartezeiten zu Handgreiflichkeiten zwischen Passagieren kam. Die Sicherheitsfirma Kötter hatte damals Probleme, genug ausgebildetes Personal an die Kontrollen zu stellen, hat für dieses Jahr aber Besserung gelobt: Man werde 180 Leute mehr zur Verfügung haben, verspricht Kötter-Chef Peter Lange.

Flughafen Hannover erwartet keine Probleme

Der Flughafen Hannover-Langenhagen geht nicht davon aus, dass Passagiere dort in den Sommerferien länger warten müssen als sonst. Die Prozesse seien auf die „Spitzentage“ in den Ferien eingestellt, sagte eine Sprecherin. Fluggästen empfehle man generell, eineinhalb bis zwei Stunden vor Abflug einzutreffen. „Genaue Hinweise gibt es bei der jeweiligen Airline.“ Durch den geplanten Umbau der Terminals B und C ab Herbst werde man die Sicherheitskontrollen noch verbessern. „Dann können sich drei Passagiere zeitgleich auf ihre Kontrolle vorbereiten und gegebenenfalls überholen.“

Von Christian Ebner

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