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VW bestätigt: Winterkorn früher über Abgasaffäre informiert

Volkswagen-Skandal VW bestätigt: Winterkorn früher über Abgasaffäre informiert

Volkswagen hat sich erstmals dazu geäußert, warum der Konzern die Abgasaffäre nicht schon früher publik gemacht hat. Auch die Rolle des früheren VW-Chefs Martin Winterkorn wird in dem umfangreichen Schreiben thematisiert. Offenbar war er früher informiert worden als bislang bekannt - im Mai 2014.

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In einer Pressemitteilung bestätigt VW: Der ehemalige VW-Boss Martin Winterkorn wurde bereits am 23. Mai 2014 durch eine Notiz über stark abweichende Abgas-Werte in den USA informiert.

Quelle: dpa

In einer vier Seiten langen Pressemitteilung heißt es, am 23. Mai 2014 sei eine Notiz an den damaligen Vorstandsvorsitzenden Winterkorn erstellt worden, die ihn über die Studie informieren sollte, die über stark abweichende Abgas-Werte in den USA berichtete. In der Mitteilung steht: „Diese Notiz wurde seiner umfangreichen Wochenendpost beigelegt. Ob und inwieweit Herr Winterkorn von dieser Notiz damals Kenntnis genommen hat, ist nicht dokumentiert.“ Demnach sei möglich, dass der Ex-VW-Chef diese „Notiz“ gar nicht gelesen habe.

Am 14. November 2014 habe es eine weitere Notiz an Winterkorn gegeben, in der unter anderem über mehrere damals aktuelle Produktschadensfälle berichtet worden sei. Darin sei ein Kostenrahmen von rund 20 Millionen Euro für die Diesel-Thematik in Nordamerika genannt worden.

Weiter erklärt VW, die damaligen Hinweise auf Probleme beim Diesel in den USA habe der Konzern fälschlicherweise als „ein Produktthema unter vielen“ eingeschätzt. Mittlerweile sieht man das nicht mehr so.

Zunächst sei Volkswagen davon ausgegangen, das Diesel-Problem mit einem Rückruf und einem vergleichsweise geringen Bußgeld beenden zu können. In einem vermeintlich ähnlichen Fall habe ein Unternehmen 100 Millionen Dollar zahlen müssen. Entsprechend habe der Fall in der Vorstandsetage keine besondere Aufmerksamkeit erfahren

Volkswagen will mit diese konkreten Schilderungen erklären, warum die Öffentlichkeit erst im Herbst 2015 über die Manipulationen informiert worden ist. Aktionäre halten das für viel zu spät - und klagen, weil die VW-Aktie kurz nach der Bekanntgabe in den Keller gerauscht ist.

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