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Wirtschaft Trump gefährdet deutsche Arbeitsplätze
Nachrichten Wirtschaft Trump gefährdet deutsche Arbeitsplätze
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08:27 29.01.2017
Gefährdet mit seiner Abschottungspolitik deutsche Arbeitsplätze: Donald Trump. Quelle: AP
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Nürnberg

US-Präsident Donald Trump verunsichert mit seinem umstrittenen Abschottungskurs auch deutsche Firmenchefs. Nach Beobachtung von Konjunkturexperten sind viele Betriebe misstrauisch, berichtet Deutsche-Bank-Volkswirt Heiko Peters. Zudem wächst die Skepsis bei Ökonomen, ob die von Trump angekündigten Maßnahmen in den USA selbst wirklich den erhofften Wachstumsschub bringen können.

Ein weitaus dramatischeres Bild zeichnet DIW-Präsident Marcel Fratzscher „Uns droht ein Handels- und Wirtschaftskrieg mit Amerika. Das muss man so hart feststellen“, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. „Macht Donald Trump Ernst, hat das negative Effekte für den globalen Wohlstand.“

Furst: Horrorszenario für Deutschland

Der Präsident des ifo-Instituts in München, Clemens Fuest, nennt die Trump-Politik ein „Horrorszenario für Deutschland“: „Alles in allem sind 1,6 Millionen Arbeitsplätze in Gefahr, wenn die Wirtschaftsbeziehungen zu Amerika auf Null herunter gefahren werden“, sagte Fuest.“

Sieht die deutschen Arbeitsplätze durch Trump gefährdet: Clemens Fuest, ifo-Präsident. Quelle: dpa

In Deutschland stellten sich zahlreiche Manager die Frage, was die US-Regierung tatsächlich umsetzen werde, sagte Peters. Aber auch der Brexit und mögliche Wahlsiege von Rechtspopulisten in Europa brächten „politische Unsicherheiten“, die in der zweiten Jahreshälfte die Konjunktur schwächen könnten. „Wenn Unsicherheit hoch ist, wird das Investitionsumfeld gedämpft. Vor allem bei Ausrüstungs-Investitionen rechnen wir mit einer anhaltend schwächeren Entwicklung.“

USA erwartet Wachstum von 2,2 Prozent

Ähnlich sieht das Stefan Kipar von der BayernLB: „Die Eintrübung der Geschäftserwartungen im Ifo-Geschäftsklima deutet bereits an, dass die außenwirtschaftlichen Unsicherheiten rund um den Amtsantritt Trumps und die Brexit-Konkretisierungen von Premierministerin May in Großbritannien für Skepsis bei den Unternehmen sorgen.“ Die Allianz geht nach Angaben ihres Konjunktur- und Arbeitsmarktexperten Rolf Schneider davon aus, dass wahrscheinlich aber „nur die Hälfte der von Trump angekündigten Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden“.

Der Versicherungskonzern aus München erwartet in den USA neben Steuersenkungen vor allem die von Trump angekündigten staatlichen Investitionen in die Infrastruktur. Das würde 2017 und 2018 die US-Wirtschaft ankurbeln und könnte dort für ein Wachstum von 2,2 in diesem und 2,4 Prozent im nächsten Jahr sorgen, meinte Schneider.

Größte Volkswirtschaft der Welt wächst langsamer als erwartet

Vor Trumps Amtseinführung hatte die größte Volkswirtschaft der Welt ihr Tempo merklich verlangsamt. Für das Schlussquartal 2016 schätzte das Handelsministerium ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von auf das Jahr gerechnet 1,9 Prozent. Analysten hatten im Mittel eine Rate von 2,2 Prozent erwartet, nach 3,5 Prozent im Vorquartal.

Der Statistik zufolge wuchs das BIP im vergangenen Gesamtjahr um 1,6 Prozent – ein geringeres Plus auch wegen des schwachen Außenhandels. 2015 hatte die Wirtschaftsleistung der USA um 2,6 Prozent zugelegt.

Von RND/dpa/cab

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