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15:06 23.10.2018
Bald ein Fall für Talanx? Der Versicherer will künftig auch Verletzungen von Fußballern versichern. Lionel Messi könnte dann Kunde werden. Quelle: dpa
Hannover

Der Versicherungskonzern Talanx will profitabler werden – auch mit Hilfe neuartiger Geschäfte. Das Unternehmen, das seine Wurzeln in der Industrieversicherung hat, werde künftig auch spezielle Risiken absichern, wie sie durch die Verletzung von Fußballern oder die Entführung von Prominenten entstehen, sagte Vorstandschef Torsten Leue am Dienstag: „Wir haben uns entschlossen, uns höhere Ziel zu setzen.“ Bis 2022 solle der Gewinn je Aktie durchschnittlich um mindestens 5 Prozent steigen.

Zuletzt hatte der Konzern seine Aktionäre mit einer Gewinnwarnung überrascht. Wegen höherer Schäden rechnet der Vorstand für das laufende Jahr nur noch mit einem Überschuss von rund 700 Millionen Euro – zuvor hatte man mehr als 850 Millionen Euro im Visier. Die Dividende soll weiterhin bei 1,40 Euro je Aktie liegen. Die neuen Vorgaben laufen daraus hinaus, dass Talanx in vier Jahren mindestens rund eine Milliarde Euro verdient.

Leue will die Ertragskraft durch ein Bündel von Initiativen stärken. In der Sparte Industrieversicherung steht weiter die Sanierung des Feuergeschäfts im Fokus. Dort reichen aktuell die Prämien nicht aus, um die Kosten für die Schäden zu decken – für das dritte Quartal wird hier ein Verlust von 100 Millionen Euro vor Steuern erwartet. Durch Preisanhebungen für die Policen soll der Bereich in den nächsten zwei Jahren wieder in die schwarzen Zahlen kommen.

Neue Impulse erhofft man sich bei Talanx von Spezialversicherungen – mit der HDI Global Specialty schiebt der Konzern dafür zu Beginn nächsten Jahres ein internes Joint Venture an den Start. Hier sollen Sportler und Vermögende besondere Risiken absichern können, darüber hinaus gibt es ein breites Angebot –vom Rechtsschutz über Tierversicherungen bis zur Organhaftpflicht von Unternehmen. Weil auf diesen Feldern der Wettbewerb nicht so intensiv sei, „wächst das Specialty-Geschäft bei attraktiven Margen jedes Jahr deutlich stärker als das klassische Industriegeschäft“, sagte Talanx-Vizechef Christian Hinsch.

Im Stammgeschäft mit den Großkunden sieht der Vorstand den Konzern in einer soliden Position. 90 Prozent der im Dax vertretenen Unternehmen seien bereits über die Talanx versichert, sagte Leue. Zulegen wolle man im Geschäft mit den kleineren und mittelständischen Unternehmen in Deutschland. Ziel sei es, in diesem Bereich innerhalb der nächsten vier Jahre ein Bruttoprämienvolumen von mehr als 500 Millionen Euro zu zeichnen – das würde einen Zuwachs von knapp 7 Prozent per anno bedeuten: „Wir wollen auch hier zu den Top-Anbietern gehören.“

Darüber hinaus möchte die Talanx-Führung die Finanzflüsse im Konzern neu ordnen. „Wir wollen mehr Geld in der Holding haben“, sagte Leue. Deshalb werde künftig mehr überschüssiges Kapital der Tochtergesellschaften in die Zentrale überführt. Das erleichtere es, verstärkt in gewinnträchtige und wachstumsstarke Bereiche zu investieren und die Dividendenzahlungen stabil zu halten, sagte Leue. Der Konzern strebe an, 35 bis 45 Prozent des Gewinns an die Aktionäre auszuschütten.

Von Jens Heitmann

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