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Wirtschaft Rossmann zieht Klage gegen Haribo, Katjes & Co. zurück
Nachrichten Wirtschaft Rossmann zieht Klage gegen Haribo, Katjes & Co. zurück
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15:14 15.03.2019
Fruchtgummi-Produktion: 2013 verhängte das Bundeskartellamt Millionenstrafen gegen zahlreiche Süßigkeitenhersteller. Quelle: dpa
Hannover

Rossmann macht im Streit um ein Süßwarenkartell einen Rückzieher. Die Drogeriekette hat ihre Schadensersatzklage gegen Mars, Storck, Katjes, Haribo und weitere Produzenten zurückgezogen. „Das Verfahren ist beendet“, sagte ein Sprecher des Landgerichts Hannover der HAZ. Die Parteien hätten sich außergerichtlich geeinigt. Zuvor hatte der rechtswissenschaftliche Fachdienst „Juve“ darüber berichtet.

In dem Verfahren ging es um illegale Absprachen, durch die zahlreiche Süßigkeitenhersteller laut Bundeskartellsamt überhöhte Preise von Händlern verlangen konnten. Die Behörde hatte deshalb 2013 Bußgelder in Höhe von über 60 Millionen Euro verhängt. Im Anschluss verlangten die Drogerieketten Rossmann, Müller und der Schlecker-Insolvenzverwalter einen Schadensersatz von den Süßwarenfirmen. Rossmann forderte laut „Juve“ sieben Millionen Euro ein.

Der Fachdienst vermutet, dass die Drogerieketten die genaue Höhe des Schadens jedoch nicht schlüssig nachweisen konnten. Die von den Süßigkeitenherstellern beauftragten Ökonomen hätten die Berechnungen der Kläger „nach Strich und Faden zerpflückt“. Rossmann wollte den Bericht gegenüber der HAZ nicht kommentieren.

Auch der hannoversche Keksproduzent Bahlsen spielt in dem Komplex eine Rolle. Das Kartellamt hatte auch gegen ihn ein Bußgeld verhängt. Er wehrt sich dagegen allerdings laut „Juve“ vor dem Bundesgerichtshof. An dem nun beendeten Rossmann-Verfahren in Hannover (Az. 18 O 364/16) war Bahlsen als „Streithelfer“ beteiligt – also nicht selbst Partei, aber Unterstützer der Beklagten. Bahlsen antwortete bis zur Veröffentlichung dieses Artikels nicht auf Fragen der HAZ.

Von Christian Wölbert

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