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Übersicht Schwerster Wirtschaftseinbruch seit dem Krieg erwartet

Guttenberg Schwerster Wirtschaftseinbruch seit dem Krieg erwartet

Die Bundesregierung rechnet in diesem Jahr mit dem schwersten wirtschaftlichen Einbruch seit Bestehen der Bundesrepublik. Die Wirtschaft werde 2009 voraussichtlich um 6,0 Prozent schrumpfen, sagte Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in Berlin. Die Zahl der Arbeitslosen steigt demnach um mehr als eine Million.

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Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU).

Quelle: Philipp Guelland/afp

Die Bundesregierung schließt sich mit der Prognose für dieses Jahr den führenden Wirtschaftsforschungsinstituten an. Für das kommende Jahr erwartet die Bundesregierung aber wieder ein leichtes Wachstum um 0,5 Prozent. Die Institute prognostizieren für 2010 ein Minus von 0,5 Prozent. Die Bundesregierung hatte bis Ende vergangenen Jahres noch ein leichtes Wachstum für 2009 vorausgesagt, ihre Prognose aber schon im Januar deutlich auf minus 2,25 Prozent nach unten korrigiert.

"Wir erleben den tiefsten weltwirtschaftlichen Einbruch seit Bestehen der Bundesrepublik", sagte Guttenberg. Rund drei Viertel der Entwicklung sei den sinkenden Exporten geschuldet. Das Minus sei außerdem vor allem eine Folge der Situation der vergangenen Monate. Die Wirtschaft werde sich wohl schon im Laufe des Jahres auf niedrigem Niveau stabilisieren.

Die Bundesregierung erwartet, dass im kommenden Jahr im Schnitt rund 4,6 Millionen Menschen arbeitslos sein werden. Das sind 1,3 Millionen mehr als noch im Durchschnitt des vergangenen Jahres. Allein in diesem Jahr werde die Zahl der Arbeitslosen voraussichtlich um 450.000 steigen, sagte Guttenberg.

Für die Arbeitnehmer in Deutschland werden die Löhne nach Ansicht der Bundesregierung in diesem und im kommenden Jahr weiter leicht steigen. Damit widersprach Guttenberg der Ansicht der Forschungsinstitute, wonach im kommenden Jahr ein Minus bei den Einkommen zu erwarten ist. Den Instituten sei bei der Berechnung hier ein Fehler unterlaufen.

Der Konsum der deutschen Verbraucher werde in diesem und im kommenden Jahr ein stabilisierender Faktor sein, sagte Guttenberg. So rechnet die Bundesregierung mit einem sehr langsamen Anstieg der Preise, in diesem Jahr um 0,3 Prozent, im kommenden Jahr um 0,7 Prozent. Grund seien unter anderem niedrige Ölpreise. Zudem wirkten die Maßnahmen der Konjunkturpakete, etwa Steuersenkungen, niedrige Krankenkassen-Beiträge oder der Zuschlag zum Kindergeld.

Guttenberg wandte sich gegen Forderungen nach einem dritten Konjunkturpaket. Wer ein solches Programm fordere, erreiche das Gegenteil des Gewollten und sorge für Verunsicherung bei Investoren und Konsumenten.

afp

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