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Wirtschaft Schutzvereinigung kritisiert zu geringe Dividenden
Nachrichten Wirtschaft Schutzvereinigung kritisiert zu geringe Dividenden
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00:45 25.03.2018
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Frankfurt

 Die Gewinnausschüttungen deutscher Aktiengesellschaften sind nach Ansicht von Aktionärsvertretern in der Summe zu mager. „Gerade kleinere Firmen lassen ihre Anteilseigner entweder nicht an ihren Gewinnen teilhaben oder haben schlicht kein Geld, das sie ausschütten könnten“, stellte Klaus Nieding, Vize-Präsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), am Donnerstag in Frankfurt einer Mitteilung zufolge fest. 

 Und auch bei großen Konzernen sei der Anteil des Gewinns, der über Dividenden an die Aktionäre verteilt werde, oft wenig überzeugend. „Schon in den letzten Jahren wurde die seitens der DSW geforderte Ausschüttungsquote von 50 Prozent über alle Indizes hinweg von etlichen Gesellschaften mehr oder weniger klar verfehlt“, kritisierte Nieding. 

 Die Situation verschlechtere sich für Anteilseigner noch dadurch, dass sowohl in Auswahlindizes wie Dax und MDax als auch bei Nebenwerten über die Jahre „auf breiter Front“ ein Rückgang der Ausschüttungsquote zu verzeichnen sei. Für das abgelaufene Jahr rechne die DSW zwar mit einem Dividendenrekord von etwa 50 Milliarden Euro für die Aktionäre deutscher Aktiengesellschaften. „Er fällt aber trotzdem deutlich zu niedrig aus“, betonte Nieding. 

Größter Kapitalvernichter unter Deutschlands Aktiengesellschaften war 2017 nach DSW-Berechnungen der angeschlagene Möbelkonzern Steinhoff mit einem Minus von rund 94 Prozent binnen eines Jahres. Auf den vorderen Plätzen der Negativliste stehen ansonsten der Telefonauskunftanbieter 11 88 0 Solutions, das Modeunternehmen Gerry Weber und der Solarindustriezulieferer Singulus Technologies. Auch der hannoversche Reifenhändler Delticom gehört demnach zu den größten Kapitalvernichtern, seine Aktie büßte im vergangenen Jahr rund ein Drittel ihres Wertes ein. Bei ihrer Rangliste berücksichtigt die DSW aber nicht nur die Kursentwicklung des vergangenen Jahres, sondern auch die vier Jahre davor, sowie eventuell gezahlte Dividenden. Deshalb tauchen auf der Liste der Kapitalvernichter auch einige Unternehmen auf, deren Aktien im vergangenen Jahr teils kräftig zulegen konnten. Dies gilt zum Beispiel für die Singulus-Aktie.

Von Albrecht Scheuermann

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