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Wirtschaft Schulterschluss: „Gemeinsam VW zukunftssicher machen“
Nachrichten Wirtschaft Schulterschluss: „Gemeinsam VW zukunftssicher machen“
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11:26 08.03.2016
VW-Chef Müller: „Gemeinsam Volkswagen zukunftssicher machen!“ Quelle: dpa

„Trotz der unterschiedlichen Sichtweisen, die es in einem Unternehmen naturgemäß gibt, wissen wir: Das wird nur gemeinsam gehen“, sagte Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Aktiengesellschaft, auf der Betriebsversammlung in Wolfsburg. Der Belegschaft sprach er Mut zu, den damit verbundenen Wandel „nicht als Bedrohung, sondern als Chance“ zu sehen. Müller: „Gemeinsam müssen wir die notwendigen Veränderungen angehen, um Volkswagen zukunftssicher zu machen.“

Auch Bernd Osterloh, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats, und Herbert Diess, Vorstands-vorsitzender der Marke Volkswagen, betonten, dass alle an einem Strang ziehen müssen, um das Unternehmen fit für die Mobilität der Zukunft zu machen. „Wir sind uns absolut einig: Wir haben gemeinsam den festen Willen, Volkswagen wieder auf Erfolgskurs zu bringen“, sagte Osterloh vor mehr als 20.000 Beschäftigten in Halle 11 auf dem Wolfsburger Werksgelände. Und Diess betonte: „Es ist unsere gemeinsame Aufgabe und Verantwortung, Volkswagen sicher in die neue Zeit der Mobilität zu führen.“

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil machte in seiner Rede deutlich, dass das Land als großer Anteilseigner dem Unternehmen volle Rückendeckung gibt: „Niedersachsen ist seit Jahrzehnten ganz eng verknüpft mit Volkswagen. Das Land steht zu Volkswagen und zu seinen Beschäftigten – in guten Zeiten genauso wie in nicht so guten Zeiten." Das werde auch in Zukunft so bleiben, versprach Weil der Belegschaft: „Es gibt keinen Grund etwas an der engen Verbundenheit zwischen dem Land und den Arbeitnehmern bei Volkswagen zu ändern. Lassen Sie uns auf dieser Grundlage engagiert und zuversichtlich weitermachen!"

Betriebsratschef Osterloh unterstrich, dass Vorstand und Aufsichtsrat mit ganzer Kraft die Aufklärung vorantreiben. „Wir sind uns bewusst: Das erwarten unsere Kunden, die Belegschaft, unsere Aktionäre, Politik und Öffentlichkeit zu Recht.“ Management wie Betriebsrat stünden für eine rückhaltlose Aufklärung, versicherte Osterloh, „denn nur, wenn die Aufklärung vollständig und umfassend erfolgt, können wir weiteren Schaden von unserem Unternehmen und damit auch von unseren Arbeitsplätzen abwenden. Wir als Belegschaft werden dafür kämpfen, dass Volkswagen die Krise gestärkt hinter sich lässt.“

Markenchef Diess sieht in der aktuellen Lage dennoch positive Signale. „Der Tiguan ist eine große Chance“, sagte er am Fertigungsstandort des neuen Kompakt-SUV. „Bis heute wurden bereits rund 15.000 Tiguan bestellt. Der Anlauf funktioniert bislang sehr gut und wurde von der Wolfsburger Mannschaft bestens vorbereitet. So kann und so sollte es weitergehen.“ Das auf den Weg gebrachte 12-Punkte-Programm der Marke Volkswagen nannte Diess ein umfassendes Reformprogramm, mit dem das Unternehmen schneller, effizienter und zukunftssicher werde. „Wenn wir die richtigen Dinge jetzt anpacken, kann Volkswagen in einigen Jahren wieder die strahlende Kernmarke des Konzerns werden. Dem Standort Wolfsburg kommt bei diesen Anstrengungen eine Schlüsselrolle zu“, so Diess.

Auch Konzernchef Müller betonte in seiner Rede: „Die Kernmarke Volkswagen und das Stammwerk in Wolfsburg tragen eine besondere Verantwortung.“ Er bedankte sich nicht nur bei den großen Anteilseignern - wie etwa dem Land Niedersachsen - für die Unterstützung, sondern vor allem bei der Belegschaft. Müller: „Mich beeindruckt zutiefst, wie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trotz allem zu Volkswagen stehen, wie alle dafür arbeiten, das Vertrauen unserer Kunden zu bestätigen.“ Die beschlossene Anerkennungsprämie für das abgelaufene Jahr sei darum „verdient und richtig.“

Für die Zukunft sieht Müller die Marke wie auch den Konzern gerüstet. Auf der Automesse in Genf habe der Konzern bereits bewiesen, „dass Volkswagen mehr ist als Krise.“ Ob Elektromobilität, digitale Vernetzung oder autonomes Fahren – „wir haben deutlich gemacht, dass wir die Zukunft der Mobilität entschlossen angehen.“

dpa

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