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Nachrichten Wirtschaft Vodafone schaltet Analog-TV im September ab
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16:37 29.07.2018
Wer noch eine Röhre nutzt und über Kabel empfängt, braucht bald einen externen Receiver oder einen neuen Fernseher Quelle: dpa
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Hannover

Viele Haushalte in der Region Hannover müssen bald neue Technik für den TV-Empfang anschaffen. Am 25. September beendet Vodafone dort die Ausstrahlung analoger Fernsehprogramme über sein Kabelnetz. Anschließend werden die Programme nur noch digital übertragen. „Digitales Kabelfernsehen bietet eine erheblich größere Programmauswahl und eine viel bessere Bild- und Tonqualität“, wirbt Vodafone. Das Unternehmen hatte vor drei Jahren den Anbieter Kabel Deutschland übernommen und betreibt seitdem Kabelnetze in Niedersachsen.

Die Mehrheit ist schon digital

Die Umstellung betrifft alle Haushalte in der Region, die zurzeit noch analoges Kabel-TV schauen. Wie viele das genau sind, weiß auch Vodafone nicht. Bundesweit waren es im vergangenen Jahr noch rund 3,2  Millionen, wie aus einer Umfrage der Landesmedienanstalten hervorgeht. Das entspricht rund 8 Prozent aller Haushalte und rund 18 Prozent aller Haushalte mit Kabelempfang. Die Mehrheit hat also schon auf digitalen Kabelempfang umgestellt. Über Satellit (DVB-S) und über Funk (DVB-T) wird ohnehin seit Jahren ausschließlich digital gesendet.

Der Grund für die Umstellung: Das analoge Programmangebot beansprucht einen großen Teil der Übertragungskapazität im Kabel. Netzbetreiber wie Vodafone wollen dieses Spektrum für schnellere Internet-Anschlüsse und mehr digitale TV-Programme in hoher Auflösung nutzen: „Die Volldigitalisierung schafft Platz für Gigabit-Geschwindigkeit und zukünftige TV-Angebote in HD“, erklärt die Firma. Viele Haushalte schauen schon seit Jahren über das Kabelnetz nicht nur fern, sondern surfen darüber auch im Internet und telefonieren darüber.

Einfacher Test

Ob man von der Umstellung überhaupt betroffen ist, lässt sich leicht feststellen. Wer in seiner Senderliste die Sender ONE, ZDFneo oder tagesschau24 sieht, schaut bereits digital und muss nichts unternehmen. „Wer bislang jedoch nur um die 30 TV-Sender empfängt und die oben genannten Programme nicht findet, schaut derzeit noch analog fern“, erklärt Vodafone. Dann muss man bis zum 25. September handeln – oder man schaut buchstäblich in die Röhre.

Für den Wechsel von analog zu digital braucht man einen Digital-Empfänger (“DVB-C-Receiver“). In den meisten neueren Flachbildfernsehern ist ein solches Gerät eingebaut. Dann muss man kein neues Gerät kaufen, sondern nur mit der Fernbedienung auf digitalen Empfang umschalten – Details erklärt die Bedienungsanleitung.

Neuer Fernseher oder neue Box

Wer einen alten Flachbildschirm ohne Digital-Receiver oder einen Röhrenfernseher besitzt, hat zwei Optionen: Entweder er kauft sich einen neuen Fernseher oder einen externen DVB-C-Receiver. Mit einer solchen Empfangsbox – die Preise beginnen bei etwa 40 Euro – kann man den alten Fernseher weiter nutzen.

Am 25. September beendet Vodafone auch die Ausstrahlung analoger Radioprogramme. Wer sein Radio oder seine Stereoanlage aktuell direkt mit der Kabelanschluss-Dose verbunden hat, muss in der Regel umsteigen: Digitales Radio kann man dann über den Fernseher oder mit einem speziellen digitalen Radio-Empfänger empfangen, den Vodafone anbieten will.

Kein neuer Vertrag nötig

Die monatlichen Kosten steigen durch die Umstellung nicht. „Sowohl die Öffentlich-Rechtlichen als auch die großen Privatsender sind digital bis mindestens bis Ende 2022 ohne Aufpreis zu empfangen“, erklärt der Bundesverband der Verbraucherzentralen. Ein neuer Vertrag mit dem Netzbetreiber sei nicht nötig, betonen die Experten. Viele Mieter haben ohnehin keinen Vertrag mit Vodafone, sondern zahlen die Anschlussgebühren über die Nebenkostenabrechnung.

Vodafone beantwortet Fragen zur Umstellung unter der Telefonnummer 0800 664 87 87 (kostenfrei) und im Internet unter www.vodafone.de/digitalezukunft.

Wo genau umgestellt wird

Vodafone nennt explizit folgende Orte, die vom Wechsel am 25. September betroffen sind: Hannover, Bad Nenndorf, Barsinghausen, Burgdorf, Burgwedel, Garbsen, Gehrden, Giesen-Ahrbergen, Hemmingen, Isernhagen, Laatzen, Langenhagen, Lehrte, Pattensen, Rodenberg, Ronnenberg, Sarstedt, Seelze, Sehnde, Suthfeld und Wennigsen. Wer nicht in diesen Städten wohnt, schaut vermutlich über Satellit oder DVB-T Fernsehen und muss nichts unternehmen.

Von Christian Wölbert

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