Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Wirtschaft Putin setzt auf Kooperation mit deutschen Konzernen
Nachrichten Wirtschaft Putin setzt auf Kooperation mit deutschen Konzernen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:57 13.10.2017
Russlands Präsidenten Wladimir Putin (l) und der deutsche Chef der Metro AG, Olaf Koch. Quelle: AP
Anzeige
Sotschi

Der russische Präsident Wladimir Putin setzt ungeachtet politischen Streits mit Deutschland auf einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen. Die deutschen Firmen hätten ihre Absicht bekräftigt, sich weiter auf dem russischen Markt zu engagieren, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow nach einem Treffen von Putin mit deutschen Topmanagern der Agentur Interfax zufolge am Donnerstag.

Die Siemensturbinen auf der Krim kamen nicht zur Sprache

In diesem Jahr habe die deutsche Wirtschaft mit 312 Millionen US-Dollar (262 Mio Euro) bereits anderthalb Mal mehr investiert als 2016, sagte Putin in der Schwarzmeerstadt Sotschi. Auch der Handel wachse wieder.

Vertreten bei dem jährlichen Gespräch mit Putin waren Dax-Unternehmen wie Siemens und Linde aus München, der weltgrößte Gips-Konzern Knauf aus Iphofen, der Pipelinebauer Nord Stream und andere Großinvestoren. Angeführt wurde die Delegation vom Chef des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Wolfgang Büchele. Auf Putins Wunsch nahm auch der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew teil.

Putin forderte seine Gäste zu einer offenen Diskussion auf - auch über die Probleme von Investoren. Der Streit um die Siemens-Turbinen auf der Krim sei aber nicht zur Sprache gekommen, sagte Putins Sprecher Peskow. Eine Siemens-Tochter hatte Turbinen geliefert, die trotz anderslautender Verträge auf die von Russland annektierte ukrainische Schwarzmeerhalbinsel gebracht wurden.

US-Sanktionen machen deutschen Firmen einen Strich durch die Rechnung

Das könnte einen Verstoß gegen die Sanktionen von EU und USA bedeuten, die 2014 wegen der russischen Rolle im Ukraine-Konflikt verhängt worden waren. International agierende Konzerne aus Deutschland befürchten gerade in den USA Probleme wegen ihres Russland-Geschäfts. Dort hat der Kongress Sanktionen gegen Moskau verschärft, ohne dass die Umsetzung schon klar ist.

Die deutschen Firmen hielten auch an dem Projekt Nord Stream 2 für eine zweite Gaspipeline durch die Ostsee fest, sagte Peskow. Die US-Sanktionen zielen darauf ab, das vom russischen Staatskonzern Gazprom geführte Vorhaben zu stoppen. Aus Deutschland sind daran die Energiekonzerne Wintershall und Uniper beteiligt. Die Bundesregierung unterstützt den Pipeline-Bau und hat die US-Pläne kritisiert.

Das deutsch-russische Handelsvolumen legte 2017 um 32 Prozent zu

Die russische Wirtschaft erholt sich derzeit von einer mehrjährigen Rezession, ausgelöst durch fehlende Reformen, den schwachen Ölpreis und die Sanktionen. 2016 betrug der deutsch-russische Handel rund 48 Milliarden Euro, wenige Jahre zuvor waren es noch fast doppelt soviel gewesen. Allerdings kletterte das Handelsvolumen in den ersten fünf Monaten 2017 um fast 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Michael Harms, Geschäftsführer des Ost-Ausschusses, rechnet für das Gesamtjahr mit 20 Prozent höheren deutschen Exporten.

Von dpa/RND

Mehr als 13 Prozent Plus seit Ende 2016 – der Dax steigt immer weiter. Außenpolitische Krisen lassen die Anleger kalt, vielmehr schiebt die gute Konjunktur im Euro-Raum die Kurse an. Experten schließen weitere Rekorde nicht aus.

12.10.2017
Wirtschaft Hohe Nachfrage in Niedersachsen - Handwerker werden teurer

Die Kosten für Handwerker sind schon heute hoch. Sie werden aber laut der Handwerkskammer Hannover weiter steigen. Das hängt nicht nur mit der Nachfrage zusammen, auch die Dieselkrise spielt eine Rolle.

12.10.2017

Porsche hatte nach und nach seit 2005 immer mehr Anteile an Volkswagen gekauft. Bis zur Mehrheit und wollte dadurch den größeren Konzern übernehmen. Allerdings hat sich Porsche auf diese Weise so sehr verschuldet, so dass die Edelmarke schließlich von VW übernommen wurde. Das hatte bei einigen Aktionären zu Verlusten geführt.

12.10.2017
Anzeige