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Wirtschaft Konzern will 200 Stellen abbauen
Nachrichten Wirtschaft Konzern will 200 Stellen abbauen
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16:06 08.01.2019
Ein Packet Zucker vor dem Logo der Nordzucker AG. Quelle: dpa
Hannover

Nordzucker will 200 seiner rund 700 Stellen in der Verwaltung streichen. Der Arbeitsplatzabbau werde vor allem die beiden Zentralen in Braunschweig mit aktuell 240 Mitarbeitern und Kopenhagen mit derzeit 150 Beschäftigten treffen, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Dienstag. Aber auch in der Verwaltung bei den Zuckerfabriken könnten Stellen wegfallen. Insgesamt will Europas zweitgrößter Zuckerhersteller seine Kosten um 40 Millionen Euro senken. Insgesamt beschäftigt der Konzern rund 3200 Mitarbeiter.

Mit dem Sparprogramm reagiert Nordzucker auf den Verfall der Marktpreise: In der Europäischen Union ging es seit Oktober 2017 um mehr als 140 Euro je Tonne bergab. Aktuell liegt der Zuckerpreis mit knapp 350 Euro auf dem niedrigsten Niveau seit zwölf Jahren. „Zu diesen Preisen kann vermutlich überhaupt niemand auf Dauer Zucker produzieren – weder aus Rohr noch aus der Rübe“, hatte Vorstandschef Lars Gorissen kürzlich erklärt. Das Unternehmen rechnet für die nächsten Jahre mit roten Zahlen, für 2018 wird operativ ein Verlust von 40 Millionen Euro erwartet.

Bis zum Ablauf des Geschäftsjahres 2018/19 Ende Februar bietet Nordzucker den Mitarbeitern in der Verwaltung ein „Freiwilligenprogramm“: Wer den Konzern aus eigenem Antrieb verlasse, bekomme eine Abfindung, hieß es. Sollten davon nicht genügend Beschäftigte Gebrauch machen, werde man mit dem Betriebsrat über einen Interessenausgleich und Sozialplan verhandeln, sagte der Sprecher. Auch betriebsbedingte Kündigungen seien dann nicht ausgeschlossen. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten fordert Nordzucker auf, darauf zu verzichten. „Wir machen uns für eine sozialverträgliche Lösung stark“, hieß es von Arbeitnehmerseite.

Parallel dazu treibt Nordzucker seine Expansion nach Australien voran. Dort will der Konzern bis zu 70 Prozent am Produzenten Mackay Sugar Limited übernehmen. Der zweitgrößte australische Zuckerhersteller steckt seit längerem in den roten Zahlen – im vergangenen Geschäftsjahr (bis Ende Mai) fiel bei einem Umsatz von umgerechnet knapp 290 Millionen Euro ein Verlust von knapp 13 Millionen Euro an. „Bis zum Frühjahr wollen wir hier zu einer Entscheidung kommen“, sagte der Konzernsprecher.

Von Jens Heitmann

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