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Wirtschaft Norddeutsche Bankenfusion auf der Zielgeraden
Nachrichten Wirtschaft Norddeutsche Bankenfusion auf der Zielgeraden
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06:00 07.08.2017
Von Albrecht Scheuermann
Quelle: dpa
Hannover

Mitte August treten noch einmal die obersten Entscheidungsgremien der beiden Banken, die Trägerversammlungen, zusammen, um die notwendigen Beschlüsse zu fassen. Danach ist die Bremer Landesbank Geschichte - jedenfalls als selbstständiges Geldinstitut. Ob zumindest die Marke erhalten bleibt, ist noch nicht bekannt.

Verluste durch Schiffskredite

Intern laufen jedoch die Vorbereitungen für die Zusammenführung der beiden Häuser schon auf Hochtouren. Sie sind Teil eines tief greifenden Umbauprogramms, das sich der Nord/LB-Konzern vorgenommen hat. Hintergrund sind Milliardenverluste im Schiffsfinanzierungsgeschäft. Sie waren auch die Ursache für das Ende der Bremer Landesbank, die mehrheitlich schon lange zur Nord/LB gehört, früher jedoch weitgehend selbstständig agieren konnte.

Gibt es Entlassungen?

Nord/LB-Chef Thomas Bürkle hatte im April angekündigt, dass insgesamt bis zu 1250 der mehr als 6000 Stellen auf der Kippe stehen. Die Landesbank Bremen allein kommt auf mehr als 1000 Mitarbeiter. Wie der geplante Stellenabbau die einzelnen Standorte trifft, ist noch nicht klar. Die Verhandlungen zwischen dem Nord/LB-Vorstand und dem Personalrat über das Prozedere des Stellenabbaus laufen noch. Bürkle wollte Entlassungen nicht von vornherein ausschließen. Die Gewerkschaft Verdi möchte jedoch gern Verhandlungen über eine Vereinbarung aufnehmen, die Kündigungen ausschließt. Dafür hat sich die Gewerkschaft durch eine Umfrage bei den Beschäftigten Rückendeckung geholt.

Als sicher gilt aber heute schon, dass der Schrumpfkurs Bremen besonders hart treffen wird. Allerdings will die Nord/LB dort einen wichtigen Standort behalten. So soll das Inlandsgeschäft der Finanzierung von Windenergieanlagen in der Hansestadt angesiedelt sein. Außerdem soll dort weiterhin das Private Banking, also das Anlagegeschäft mit der vermögenden Kundschaft, betrieben werden. Frühere Schätzungen, dass in Bremen etwa 200 Stellen wegfallen werden, sind jedoch unrealistisch - die Zahl dürfte wesentlich höher ausfallen.

Unterdessen führt die Nord/LB weiterhin Gespräche mit möglichen Käufern der Deutschen Hypothekenbank in Hannover. Der Verkauf soll dabei helfen, die durch die riesigen Abschreibungen auf Schiffskredite gefährlich dünn gewordenen Kapitalpolster der Nord/LB wieder zu stärken. Die Bank selbst hatte zu den Verkaufsplänen offiziell nie Stellung genommen, aber erklärt, dass „alles auf dem Prüfstand steht“.

Besserung nach Verlusten

Die Nord/LB hatte vergangenes Jahr wegen der faulen Schiffskredite einen Verlust von rund 2 Milliarden Euro geschrieben. Dieses Jahr läuft es wieder besser. Im ersten Quartal hatte der Konzern einen Vorsteuergewinn von 255 Millionen Euro eingefahren. Auch im zweiten Quartal dürften die Geschäfte ganz ordentlich gelaufen sein. Allerdings hat Bankchef Bürkle mehrfach betont, dass die Nord/LB weiterhin vor großen Herausforderungen stehe und deshalb „keine Entwarnung“ geben könne.

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