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Wirtschaft Nur noch vier Bieter im Rennen
Nachrichten Wirtschaft Nur noch vier Bieter im Rennen
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16:46 28.11.2018
Die Zentrale der Nord/LB in Hannover. Quelle: dpa
Hannover

Bei der Norddeutschen Landesbank (Nord/LB) wird der Einstieg eines Finanzinvestors wahrscheinlicher. Nach HAZ-Informationen haben nur die Private-Equtiy-Firmen Cerberus, Apollo, Advent und Centerbridge in Hannover Angebote für eine Beteiligung abgegeben. Die Commerzbank und die Landesbank Hessen Thüringen (Helaba) haben dem Vernehmen nach kein verbindliches Interesse signalisiert. Die Nord/LB lehnte dazu eine Stellungnahme ab. „Das kommentieren wir nicht“, sagte ein Konzernsprecher.

Am Mittwoch endete die Bieterfrist offiziell. „Die vorliegenden Angebote sind nun von der Bank und ihren Trägern intensiv zu prüfen“, sagte Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU), der auch Aufsichtsratschef der Nord/LB ist. Hinter den Kulissen laufen aber offenbar auch die Gespräche mit der Helaba weiter. Das Land Niedersachsen und der hiesige Sparkassenverband als wesentliche Träger der Nord/LB favorisierten weiterhin eine öffentliche-rechtliche Lösung für deren Finanzprobleme, hieß es. Die Bank leidet unter faulen Schiffskrediten und benötigt eine Kapitalspritze – die Rede ist von 3,5 bis 5 Milliarden Euro.

Im Lager der Sparkassen gibt es den Wunsch nach einer Großfusion der öffentlich-rechtlichen Institute aus. Deren Dachverband DSGV macht sich für einen Zusammenschluss der Landesbanken Helaba, Nord/LB, LBBW sowie des Fondsdienstleisters Deka und des Immobilienfinanzierers Berlin Hyp stark. Ein erster Schritt auf diesem Weg könnte der Einstieg der Hessen in Hannover sein. Doch dagegen gibt es bei den Sparkassenverbänden in Niedersachsen sowie in Hessen und Thüringen Widerstände – beide Seiten scheuen offenbar den finanziellen Aufwand.

In einem Schreiben an die Nord/LB hat die mehrheitlich im Besitz der Sparkassen befindliche Helaba ihre Forderungen kürzlich klar formuliert: Demnach sollen die Kollegen in Niedersachsen bei der Kapitalerhöhung für die Nord/LB mitmachen – und sich zudem einem Verbund anschließen, der bereits die Helaba und 49 Sparkassen aus Hessen und Thüringen eng zusammenschweißt: Dazu gehört auch ein gemeinsamer Haftungstopf, in den die Niedersachsen einzahlen müssten.

Beiden Ansinnen soll der hiesige Sparkassenverband sehr zurückhaltend gegenüber stehen. Dessen Mitglieder zeigen sich zugeknöpft, weil sie bei der Kapitalerhöhung im Jahr 2005 bereits insgesamt 870 Millionen Euro in die Nord/LB eingezahlt haben – mit der klaren Maßgabe, dass die Bank fortan mit dem Kapital auskommen müsse. Ob sich an dieser Einschätzung inzwischen etwas geändert hat, ist ungewiss: Die niedersächsischen Sparkassen lassen sich nicht in die Karten gucken.

„Die Gespräche zur Stärkung unserer Kapitalquoten gehen jetzt in eine sehr intensive Phase“, sagte Nord/LB-Chef Thomas Bürkle gestern bei der Vorlage der Zwischenbilanz für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres. Von März bis Ende September weist die Bank einen Gewinn von 64 Millionen Euro nach Steuern aus. Die sogenannte harte Kernkapitalquote – ein Maßstab für die Stabilität einer Bank – sank von 12,4 Prozent Ende 2017 auf 11,8 Prozent Ende September. Die Bank strebt eine Quote von mindestens 13 Prozent an. Für das Gesamtjahr rechne die Nord/LB mit einem Verlust, hieß es.

Von Jens Heitmann

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