Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Wirtschaft Nord/LB-Mitarbeiter sorgen sich um ihre Jobs
Nachrichten Wirtschaft Nord/LB-Mitarbeiter sorgen sich um ihre Jobs
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:39 04.09.2018
Rund 300 Nord/LB-Mitarbeiter folgten dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi. Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover

Rund 300 Mitarbeiter der Nord/LB haben am Dienstag gegen eine mögliche Teilprivatisierung der Bank demonstriert. Zu der Kundgebung vor der Zentrale der Bank am Aegidientorplatz in Hannover hatte die Gewerkschaft Verdi aufgerufen. „Die Beschäftigten der Nord/LB haben Angst um ihre Arbeitsplätze“, sagte Jörg Reinbrecht, Fachbereichsleiter für Banken bei Verdi und Mitglied des Aufsichtsrates der Bank, auf der Kundgebung.

Die Eigentümer der Nord/LB – darunter das Land Niedersachsen – prüfen seit Monaten mehrere Optionen für die Zukunft der Bank. Dazu gehört auch der Verkauf von Anteilen an private Investoren. „Das würde die Zerschlagung der Bank bedeuten“, warnte Reinbrecht. Außerdem müsse man damit rechnen, dass die Bank nach einem Einstieg von privaten Eigentümern zahlreiche Arbeitsplätze abbaut. „Hedgefonds interessieren sich nur für Geschäftsfelder, die mindestens zehn Prozent Rendite bringen“, sagte er. Insgesamt beschäftigt die Nord/LB zurzeit über 6000 Mitarbeiter, sie ist die größte Bank Norddeutschlands.

Nord/LB braucht Kapital

Außer für die Mitarbeiter befürchtet Verdi auch Nachteile für den Standort Niedersachsen und benachbarte Bundesländer. „Die Nord/LB finanziert wesentliche Teile der Wirtschaft in Norddeutschland“, sagte Reinbrecht. Sie orientiere sich als öffentlich-rechtliche Bank nicht nur an Gewinnzielen, sondern auch am Gemeinwohl. Verdi-Landesleiter Detlef Ahting sagte, die Bank könne zum Beispiel auch den dringend nötigen Bau von Wohnungen vorantreiben – wenn sie öffentlich-rechtlich bleibe.

Verdi bestreitet nicht, dass die Nord/LB frisches Kapital benötigt. Die Gewerkschaft verlangt allerdings, dass öffentliche Institutionen – zum Beispiel das Land Niedersachsen – dieses Geld bereitstellen. „Wir erwarten, dass Finanzminister Reinhold Hilbers und Ministerpräsident Stephan Weil sich dieser Verantwortung stellen“, sagte Ahting. Niedersachsen ist mit fast 60 Prozent der Anteile der Haupteigentümer der Bank, außerdem sind unter anderem der Sparkassen-Verband Niedersachsen sowie das Land Sachsen-Anhalt beteiligt.

Bis Ende des Jahres soll es Klarheit geben

Reinbrecht kritisierte, dass die Eigentümer die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat nicht ausreichend informiert würden. Auch Nord/LB-Mitarbeiter monierten gegenüber der HAZ die Informationspolitik. „Wir wollen besser informiert werden, statt nur Gerüchte in den Zeitungen zu lesen“, sagte ein Angestellter.

Ein Nord/LB-Sprecher sagte, die Bank und ihre Eigentümer prüften eine ganze Reihe von Optionen für die Zukunft. Spätestens bis Ende des Jahres wolle man ein tragfähiges Konzept vorstellen. Es gebe aber keine Zwischenergebnisse, die man kommunizieren könne. „Es ist noch nichts entschieden“, betonte er.

Von Christian Wölbert

Trotz höherer Verkaufszahlen kann der Spielzeughersteller Lego seinen Gewinn nicht steigern. Grund ist die Schwäche des US-Dollars. Im Gegensatz zu Europa sind die Miniatur-Bausteine in China stark gefragt.

04.09.2018

Der dramatisch gesunkene Aktienkurs der Deutschen Bank hat Folgen: Das Geldinstitut wird Ende September aus dem Euro Stoxx 50 fallen. Damit zählt die Deutsche Bank nicht mehr zu den 50 wertvollsten Börsenunternehmen der Eurozone.

04.09.2018

Gut 500.000 Jugendliche beginnen dieser Tage ihre Lehre. Der Deutsche Gewerkschaftsbund schlägt zum Start des Ausbildungsjahres Alarm: Viele Azubis klagen über teils große Belastungen.

03.09.2018