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Wirtschaft Nord/LB-Chef wirbt um Verständnis für Stellenabbau
Nachrichten Wirtschaft Nord/LB-Chef wirbt um Verständnis für Stellenabbau
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23:00 31.05.2017
Vorstandschef Thomas Bürkle warb im Unternehmen um Verständnis Quelle: dpa, Archivbild
Hannover

Der Vorstandschef der Norddeutschen Landesbank (Nord/LB) hat in der Belegschaft um Verständnis für den geplanten drastischen Personalabbau geworben. In einer Telefonkonferenz mit den Konzernabteilungen sagte Thomas Bürkle erneut zu, dass betriebsbedingte Kündigungen möglichst vermieden werden sollen. Eine Garantie dafür könne es aber nicht geben.

Verdi kämpft für Vertrag

Etliche Mitarbeiter nutzten die Möglichkeit, dem Vorstand Fragen zu stellen. Dabei ging es unter anderem darum, welche Angebote die Bank den Mitarbeitern machen will. Insgesamt plant die Bank, wie am Dienstag angekündigt, bis zu 1250 Stellen bis zum Jahr 2020 zu streichen. Außerdem erwägt die Bank eine Veräußerung von Konzernteilen, darunter der Deutschen Hypothekenbank.
Die Gewerkschaft Verdi will nun für einen Vertrag kämpfen, der Entlassungen ausschließt. Verdi-Fachsekretär Jörg Reinbrecht kündigte gestern an, dass die Gewerkschaft sich bei den Beschäftigten ein Mandat für entsprechende Verhandlungen einholen will. Nach seinen Angaben sind etwa 13 Prozent der inländischen Nord/LB-Beschäftigten Verdi-Mitglied.

Der frühere Landeswirtschaftsminister und jetzige stellvertretende FDP-Fraktionschef im Niedersächsischen Landtag, Jörg Bode, griff wegen der Vorgänge bei der Nord/LB die Landesregierung an. Dass die Bank nun so stark unter Druck stehe, sei auch eine Folge der Übernahme der maroden Bremer Landesbank. Die rot-grüne Regierung in Hannover habe mit dieser Rettungsaktion dem ebenfalls rot-grünen Senat in der Hansestadt einen Gefallen tun wollen. Bode forderte den Landesfinanzminister und Nord/LB-Aufsichtsratschef Peter-Jürgen Schneider auf, öffentlich zu den Vorgängen bei der Bank Stellung zu nehmen.

Schneider will berichten

Das Finanzministerium in Hannover erklärte, dass Schneider demnächst dem Haushaltsausschuss über die Nord/LB berichten wolle. Bereits am Dienstag hatte der Minister versichert, dass der Vorstand die volle Rückendeckung der Träger habe. Niedersachsen ist mit rund 60 Prozent der Haupteigentümer der Bank.     

Von Albrecht Scheuermann

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