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Prognose

Nord/LB rechnet mit schwierigem Jahr 2010

Die Norddeutsche Landesbank stellt sich als Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise auf ein hartes Jahr 2010 ein. „Die schwierigste Wegstrecke liegt noch vor uns“, sagte Vorstandschef Gunter Dunkel am Montagabend vor Journalisten in Hannover.
Das Nord/LB-Gebäude in Hannover.

Das Nord/LB-Gebäude in Hannover.

© Frank Wilde (Archiv)

Der Höhepunkt der Krise werde voraussichtlich erst im kommenden Jahr erreicht. Die Nord/LB sehe sich aber gerüstet und erwarte, gestärkt aus der Krise hervorzugehen. „Wir glauben, dass wir 2010 nicht unter Wasser gedrückt werden“, sagte Dunkel.

Im Vergleich zu anderen Landesbanken ist die Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) bislang vergleichsweise glimpflich durch die Finanzkrise gekommen. Sie hatte sich nicht an hochspekulativen Geschäften beteiligt. Ein beginnender Aufschwung aber könne erfahrungsgemäß auch für Probleme sorgen, wenn nämlich Unternehmen notwendige Investitionen nicht mehr stemmen könnten. Dies könne zu einer erhöhten Risikovorsorge führen, sagte Dunkel.

Die Nord/LB kündigte an, ein Refinanzierungsprogramm zur Kreditversorgung, das von den Ländern Niedersachsen und Sachsen- Anhalt garantiert wurde, nicht mehr in Anspruch zu nehmen. Die Länder hatten das Programm vor einem Jahr aufgelegt, um drohende Wettbewerbsnachteile gegenüber Banken zu vermeiden, die zur Refinanzierung staatliche Hilfen in Anspruch nehmen.

Mittlerweile aber hätten sich die Kapitalmärkte wieder erholt. Die Nord/LB könne die Folgen der Krise aus eigener Kraft bewältigen. Das Programm sollte ursprünglich bis Ende 2010 mit einem Volumen von maximal 10 Milliarden Euro laufen. Die Nord/LB nahm aber nur zwei größere Emissionen von insgesamt 3,5 Milliarden Euro in Anspruch.

Für das laufende Jahr rechnet die Nord/LB trotz hoher Abschreibungen wegen der Finanzkrise unter dem Strich mit einem leicht positiven Ergebnis. In den ersten neun Monaten war das Ergebnis nach Steuern im Vergleich zum Vorjahr um 31 Prozent auf 117 Millionen Euro gestiegen. Das vierte Quartal werde aber noch zu Belastungen des Ergebnisses führen. Probleme bereiten der Nord/LB vor allem Schiffsfinanzierungen sowie das Nordosteuropa-Geschäft.

lni


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