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Wirtschaft Niedersachsen hinkt Bund beim Wachstum hinterher
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen hinkt Bund beim Wachstum hinterher
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17:59 17.01.2017
Von Lars Ruzic
Unsicherheiten in den USA und Großbritannien: Hinter dem Auslandsgeschäft stehen für das laufende Jahr noch einige Fragezeichen. Foto: dpa Quelle: Daniel Naupold
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Hannover

Für den Bund rechnen die Auguren derzeit mit Zuwachsraten von bis zu 1,8 Prozent. Im zurückliegenden Jahr hatte Niedersachsen ein Plus von 1,7 Prozent verzeichnet, bundesweit waren es 0,2 Punkte mehr.

In einer Umfrage der Industrie- und Handelskammern unter 1700 Betrieben im Land geben sich die Manager zwar verhalten optimistisch, der Konjunkturindikator legte um zwei auf 112 Punkte zu. Doch vor allem die Erwartungen in der für Niedersachsen wichtigen Autoindustrie an das Gesamtjahr hätten sich deutlich verschlechtert, berichtete Schrage.

Beschäftigung stagniert

Zudem sei der Beschäftigungsaufbau zwischen Ems und Elbe anders als im Bund zum Erliegen gekommen. Die Investitionstätigkeit konzentriere sich weiterhin vor allem auf den Erhalt statt auf den Ausbau der Anlagen. Deshalb seien in diesem Jahr „keine großen Sprünge zu erwarten“, meinte der IHK-Manager. Niedersachsen leide aktuell darunter, dass die derzeit florierenden Branchen im Land unterrepräsentiert seien. Mit ihrer Prognose bleibt die Kammer noch unter der Nord/LB, die dem Land ein Plus von 1,3 Prozent voraussagt.

Die Auftragslage habe sich zum Jahreswechsel zwar deutlich aufgehellt, berichtete Schrage. Er vermutet dahinter jedoch auch saisonale Effekte. Im Vorquartal waren die Orders in der Industrie stark geschrumpft. Insbesondere das Auslandsgeschäft sei mit „einigen Fragezeichen“ versehen. Das gilt vor allem für die USA nach der Wahl des Protektionisten Donald Trump zum US-Präsidenten und Großbritannien nach der Brexit-Entscheidung.

Beide Länder gehören zu den größten Abnehmern niedersächsischer Produkte, auf sie entfallen allein 15 Prozent der Exporte. Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen bilden denn auch für die meisten Befragten das größte Risiko für die weitere Entwicklung im Jahr. Die Ankündigungen Trumps, etwa Autoimporte mit 35 Prozent Strafzoll zu belegen, solle man „mit einer gewissen Gelassenheit“ zur Kenntnis nehmen, riet Schrage. Nach Trumps Amtsantritt werde sich „noch vieles zurechtrücken“, glaubt er.

Banken werden optimistischer

Die Binnenkonjunktur scheint langsam als Wachstumsmotor zu ermüden. Zwar boomt die Bauwirtschaft nach wie vor, doch Groß- und Einzelhandel sowie Transportbranche geben sich für die kommenden Monate verhaltener. Einzig bei den Banken haben sich die Erwartungen nach langen Jahren der Tristesse erstmals wieder spürbar aufgehellt. Grund ist die Zinswende der US-Notenbank Fed. Die Institute gingen offenbar davon aus, dass die Europäische Zentralbank dem Beispiel in absehbarer Zeit folgen könnte, so Schrage.

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