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Nachrichten Wirtschaft Mehr Urlaub für Paketboten
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16:30 10.09.2018
DHL bezahlt nach Tarif, viele kleine Paketfirmen allerdings nicht. Quelle: dpa
Hannover

Rund 40.000 Beschäftigte von Paketdiensten und Logistikfirmen in Niedersachsen erhalten mehr Urlaub. Die Zahl der freien Tage steige von 27 auf 30, teilte Verdi am Montag mit. Die Gewerkschaft hatte sich zuvor mit dem Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) auf einen neuen Manteltarifvertrag geeinigt.

„Wer in Zukunft engagierte und motivierte Beschäftigte in der Branche haben möchte, muss auch entsprechend gute Rahmenbedingungen anbieten“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Thomas Warner. Er sei deshalb froh, dass man die Verbesserung durchsetzen konnte. GVN-Hauptgeschäftsführer Benjamin Sokolovic sagte, die Einigung bedeute „mehr Flexibilität für Betriebe und Beschäftigte und durch die lange Laufzeit vertretbare Lasten“. Paketdienste wie DHL brauchen mehr Zusteller, weil die Paketmengen aufgrund des Online-Handels schnell steigen.

Die Beschäftigten erhalten allerdings nicht sofort drei Tage mehr Urlaub, sondern stufenweise. In den Jahren 2019, 2021 und 2023 steigt der Anspruch jeweils um einen Tag. Außerdem werden die Nachtarbeitszuschläge in drei Stufen angehoben.

Verdi kritisiert Hermes

Der Tarifvertrag gilt für große Logistiker wie Hellmann und Nagel sowie große Paketdienste wie DHL und UPS. Die meisten Firmen, die für Hermes und DPD Pakete ausfahren, sind nicht tarifgebunden. Solche Subunternehmer geraten immer wieder in Verdacht, nicht einmal die gesetzlichen Mindeststandards einzuhalten.

Vor einigen Wochen gab es zum Beispiel bei einem Hermes-Subunternehmer in Langenhagen eine Razzia. „Aus meiner Sicht ist es unglaubwürdig, dass Hermes nichts von den Vorgängen gewusst haben will“, sagte Verdi-Sekretär Christoph Feldmann dazu. Es habe bereits mehrere ähnliche Fälle gegeben, außerdem kontrolliere Hermes die Subunternehmer auch selbst.

Von Christian Wölbert

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