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Wirtschaft Sennheiser investiert in Verwaltung und Produktion
Nachrichten Wirtschaft Sennheiser investiert in Verwaltung und Produktion
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00:34 18.03.2018
Andreas Sennheiser (rechts): „Wir konzentrieren uns auf unsere zentralen Stärken“ Quelle: Philipp Von Ditfurth
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Hannover

 Sennheiser hat einen umfassenden Abbau von Arbeitsplätzen in der Verwaltung abgeschlossen. Weltweit habe man in den vergangenen sechs Monaten 182 Jobs gestrichen, davon 50 in Deutschland, teilte der Audiokonzern aus der Wedemark am Donnerstag mit. Man habe „in allen Fällen versucht, die Trennungen möglichst einvernehmlich zu regeln, etwa über Aufhebungsverträge oder Vereinbarungen zum Vorruhestand“, sagte eine Sprecherin. Außerdem kündigte das Unternehmen den Bau eines Werks in Rumänien an. Dieses soll Kopfhörer produzieren, die bislang von chinesischen Auftragsfertigern geliefert werden.

Den Stellenabbau hatte Sennheiser im Oktober angekündigt, allerdings nicht mitgeteilt, wie viele Jobs gestrichen werden – und dadurch die Mitarbeiter stark verunsichert. Die nun verkündete Zahl von 182 entspricht ungefähr 6 Prozent der Gesamt-Mitarbeiterzahl von über 2800. Von den 50 Stellen, die in Deutschland gestrichen wurden, befanden sich fast alle in der Zentrale in der Wedemark.

Zum Beispiel wurden drei Abteilungen für Segmente des Kopfhörer-Marktes zu einer einzigen zusammengelegt. Stellen im Produktmanagement, Vertrieb und Marketing wurden gestrichen. Sennheiser sieht den Abbau nicht nur als Sparprogramm: In der neuen Struktur könne man schneller und besser auf Kundenwünsche reagieren, betonte das Unternehmen. 

„Das wirtschaftliche Umfeld und die Märkte, in denen wir uns bewegen, sind geprägt durch zahlreiche und schnelle Veränderungen“, sagte Co-Chef Andreas Sennheiser. Das Unternehmen konzentriere sich auf Stärken wie drahtlose Mikrofone für Profis und vernetzte Produkte für Privatkunden. Gemeint sind zum Beispiel Kopfhörer, die direkt mit dem Internet verbunden sind. Außerdem soll 3D-Klang eine zentrale Rolle spielen.

Viertes Werk im Aufbau

Das Familienunternehmen musste 2016 einen Umsatzrückgang von fast vier Prozent hinnehmen. Das Jahr 2017 sei nicht zufriedenstellend verlaufen, hieß es am Donnerstag. Zahlen hat die Firma noch nicht veröffentlicht. Der Kopfhörermarkt wächst zwar schnell, doch Sennheiser hat zuletzt Anteile verloren.

Aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks von Konkurrenten wie Beats und Sony will Sennheiser künftig schneller auf Trends reagieren. Dazu baut das Unternehmen zurzeit in Rumänien ein neues Werk. Dort sollen von Sommer an rund 100 Mitarbeiter Kopfhörer herstellen, die bislang von chinesischen Produktionspartnern kommen. Neue Modelle sollen dadurch schneller in den Läden kommen als bisher. Durch den Wegfall des Seetransports spart Sennheiser mehrere Wochen.

Zurzeit betreibt Sennheiser drei Fabriken: am Stammsitz in der Wedemark, in Irland und in den USA. Die Produktion dort werde unverändert weiterlaufen, teilte Sennheiser mit.

Von Christian Wölbert

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