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Wirtschaft Mogelpackung des Jahres: Das sind die Kandidaten
Nachrichten Wirtschaft Mogelpackung des Jahres: Das sind die Kandidaten
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12:08 05.01.2019
Verbraucherschützer lassen über die Mogelpackung des Jahres 2018 abstimmen. (Symbolbild) Quelle: Jens Büttner/dpa
Hamburg

Weniger Inhalt, gleicher Preis. Im Handel werden Preiserhöhungen durchgesetzt, ohne das der Konsument es merkt. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat sich auf die Suche nach der größten Mogelpackung des Jahres 2018 gemacht.

Doch wer hat besonders an der Preisschraube gedreht? Die Verbraucherschützer erstellten in den vergangenen zwölf Monaten eine Shortlist, auf der fünf Produkte landeten. Alle fünf Nominierten bieten dem Verbraucher deutlich weniger Inhalt zum meistens gleichen Preis.

Der Trick: Die Preiserhöhung bleibt unbemerkt. Laut der Verbraucherzentrale gibt es keine Hinweise auf die Schrumpfung des Inhalts. Hersteller würden sogar versuchen, die geringeren Mengen durch sehr ähnliche Verpackungen zu kaschieren.

„Die Verbraucher zahlen auf jeden Fall die Zeche“

„Für Hersteller und Händler sind versteckte Preiserhöhungen eine Win-win-Situation“, sagt Verbraucherschützer Armin Valet der Bild-Zeitung. Händler fahren höhere Gewinne ein und Hersteller profitieren von geringeren Produktionskosten. Nur eines ist laut Valet klar: „Die Verbraucher zahlen auf jeden Fall die Zeche.“

Über die Mogelpackung des Jahres 2018 kann noch bis zum 20. Januar, 20 Uhr abgestimmt werden. Dann ist klar, wo besonders gemogelt wurde.

Die Kandidaten der Verbraucherzentrale:

Chipsletten von Lorenz Snack-World: „Die Chipsletten sind bis 70 Prozent teurer, weil die Füllmenge bei gleichem Preis von 170 auf 100 Gramm schrumpfte. Doch die Verpackungsdose blieb fast gleich groß.“

Smarties von Nestlé: „In der sogenannten Riesenrolle fehlen 20 Gramm Smarties und das schon zum zweiten Mal in vier Jahren. Insgesamt wurden die Schokolinsen dadurch über 30 Prozent teurer.“

Mini Babybel von Bel: „Eine Käsekugel Babybel weniger steckt nun im Netz. Die versteckte Preiserhöhung beträgt bis zu 20 Prozent. Die meisten Verbraucher bekommen das gar nicht mit. Wer zählt schon immer die Kugeln.“ Bereits im August vergangenen Jahres wurde das Produkt von der Verbraucherzentrale Hamburg zur Mogelpackung des Monats“ gekürt.

Truthahnsalami Light von Dulano (Lidl): „Die Light-Variante der Truthahnsalami enthält gar nicht weniger Fett als die „normale“ Truthahnsalami desselben Herstellers. Dafür ist der Aufschnitt um 33 Prozent teurer, weil weniger Scheiben in der Packung sind.“

Obstwiese Rheinisches Apfelkraut von Grafschafter: „Am Inhalt ändert sich nichts, doch äußerlich hat der Hersteller die neue Obstwiese mächtig aufgemotzt. Das kostet. Den Fruchtaufstrich gibt es zwar noch zum gleichen Preis, aber im kleineren Glas. Damit ist die Obstwiese um 41 Prozent teurer.“

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Von RND/ka

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