Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Wirtschaft Millionen-Auftrag für US-Minifirma in der Kritik
Nachrichten Wirtschaft Millionen-Auftrag für US-Minifirma in der Kritik
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:45 29.10.2017
Aufräumarbeiten in Puerto Rico. Quelle: AP
Anzeige
Washington

Mehr als einen Monat nach dem Hurrikan „Maria“ haben 70 Prozent der Karibikinsel Puerto Rico immer noch keinen Strom. Umso größer ist der Wirbel um einen Vertrag über 300 Millionen Dollar (knapp 260 Millionen Euro), den die staatliche Elektrizitätsgesellschaft Prepa zum Wiederaufbau eines Teils des Stromnetzes vergeben hat. Erhalten hat ihn die Firma WhitefishEnergy im US-Staat Montana, die nach Medienberichten erst seit zwei Jahren existiert und bis September nur zwei Vollzeitangestellte aufwies. Prepa gab ihr demnach den Zuschlag, ohne weitere Angebote einzuholen.

Das Vorgehen erregt zum einen Aufsehen, weil der Standort des Unternehmens, Whitefish, die Heimat von US-Innenminister Ryan Zinke ist. Er und der Topmanager der Energiefirma kennen sich, und der Sohn des Ministers hatte dort einen Job in den Sommerferien, wie unter anderem die „New York Times“ berichtete.

Sturm „Maria“ verwüstete die Insel schwer

Die US-Behörde für Katastrophenmanagement (Fema) äußerte am Freitag außerdem „bedeutende“ Bedenken gegen die im Vertrag vereinbarten Preise für die Dienstleistungen: So soll der Stundenlohn für die Arbeiter nach Angaben der „Washington Post“ je nach Position zwischen 188 und 440 Dollar (etwa 162 und 380 Euro) liegen.

Puerto Rico ist ein hoch verschuldetes US-Außengebiet, gebeutelt von einer schon mehr als zehn Jahre andauernden Rezession. Dann kam am 20. September „Maria“ und verwüstete die Insel schwer. Fema würde normalerweise einen Teil der Kosten für den Wiederaufbau und damit auch die Wiederherstellung des Stromnetzes übernehmen. Die Behörde warnte jedoch, dass sie sich weigern könnte, sollte der Vertrag zwischen Whitefish und Prepa gegen Vorschriften verstoßen.

Die Elektrizitätsgesellschaft verteidigte sich den Medienberichten zufolge damit, dass sie nur schwer Vertragspartner finde, weil Prepa insolvent sei und unter Gläubigerschutz stehe. WhitefishEnergy habe sich bereit erklärt, rasch zu arbeiten. Zinke seinerseits erklärte, er habe nichts mit der Vertragsvergabe zu tun gehabt.

Von dpa/RND

Die britische Fluggesellschaft Easyjet hat sich mit der insolventen Airline Air Berlin auf einen Kaufvertrag verständigt. Wie Easyjet in der Nacht zum Samstag mitteilte, einigten sich beide Fluglinien auf die Übernahme von 25 Flugzeugen vom Typ A320. Die letzte Air-Berlin-Maschine war am Freitagabend auf dem Flughafen Berlin-Tegel gelandet.

28.10.2017

Ungeachtet der milliardenschweren Belastungen durch den Diesel-Skandal steigen die Einnahmen. Von Januar bis September kletterte der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 30 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro. Die Kernmarke VW kommt derweil mit ihrem „Zukunftspakt“ voran.

30.10.2017
Wirtschaft Immobilienkäufer aus dem Ausland - Griechenland lockt mit „Goldenem Visum“

Die Rezession hat die griechischen Immobilienpreise in den letzten zehn Jahren um durchschnittlich 43 Prozent abstürzen lassen. Mit einem ungewöhnlichen Programm will die Regierung in Athen jetzt den Immobilienmarkt stabilisieren.

27.10.2017
Anzeige