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Wirtschaft Maschinenbauer KraussMaffei geht an Chinesen
Nachrichten Wirtschaft Maschinenbauer KraussMaffei geht an Chinesen
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15:13 11.01.2016
Fabrikgebäude der KraussMaffei Group in Allach bei München. Quelle: dpa
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München

Der größte Chemiekonzern Chinas kündigte am Montag in München an, dass die Standorte des Unternehmens mit zuletzt 4500 Mitarbeitern erhalten würden. Zugleich sollen neue Stellen geschaffen werden. Die behördlichen Genehmigungen für die Transaktion stehen noch aus.

"Mit ChemChina gewinnen wir einen strategischen und langfristig orientierten Investor, der sich seit vielen Jahren für unser Unternehmen interessiert"; erklärte KraussMaffei-Chef Frank Stieler. Das Unternehmen solle in seiner bestehenden Struktur fortgeführt werden. Neue Arbeitsplätze sollen vor allem in Deutschland entstehen, und zwar bis zu 150 in diesem Jahr.

Arbeitnehmervertreter und IG Metall begrüßten den Eigentümerwechsel. «Wir sind zuversichtlich, dass durch weiteres Wachstum die bestehenden Arbeitsplätze in Deutschland und Europa gesichert und neue geschaffen werden», erklärte KraussMaffei-Betriebsratschef Peter Krahl.

ChemChina-Manager Jianxin Ren sprach von großen Wachstumschancen für KraussMaffei durch einen verbesserten Marktzugang in China. Vor allem die Automobilindustrie mit ihrer fortschreitenden Automatisierung in der Produktion und einem Trend zu Leichtbau-Materialien biete große Potenziale. "Zusammen sind ChemChina und die KraussMaffei Gruppe sehr gut aufgestellt, um künftig zu wachsen", erklärte der chinesische Manager.

KraussMaffei gehört nach Unternehmensangaben weltweit zu den führenden Anbietern von Anlagen zur Produktion und Verarbeitung von Gummi und Kunststoff. Von den 4500 Mitarbeitern sind 2800 in Deutschland beschäftigt. Der Umsatz von rund 1,1 Milliarden Euro im Jahr 2014 dürfte im vergangenen Jahr um rund 10 Prozent zugelegt haben. Das Unternehmen hat die gleichen Wurzeln wie die Panzerschmiede Krauss-Maffei Wegmann, beide Firmen arbeiten aber völlig unabhängig voneinander. ChemChina ist Chinas größter Chemiekonzern mit rund 140 000 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 37 Milliarden Euro. Zuletzt war das Unternehmen beim italienischen Reifenhersteller Pirelli eingestiegen.

In den vergangenen Jahren hatten chinesische Unternehmen vermehrt deutsche Firmen gekauft oder sich beteiligt. Bisher größte Transaktion war der Kauf des schwäbischen Betonpumpenherstellers Putzmeister, der vom Baumaschinenhersteller Sany übernommen wurde. Der Weltmarktführer für Pkw-Schließsysteme, Kiekert, ging an den Pekinger Automobilzulieferer Lingyun. Und der chinesische Nutzfahrzeugproduzent Weichai Power stieg beim Gabelstaplerhersteller Kion ein.

dpa

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